Über das tote Fleisch

Iqra — lies!“ Mit diesem Befehl soll sich der Erzengel Gabriel Mohammed offenbart haben. — Lies! Dieses Wort möchte man auch Udo Ulfkottes neuestem Buch voranstellen. „SOS Abendland“ ist ein Werk, das jeder lesen sollte, der sich ein Urteil über die Zukunft Europas zu bilden anmaßt. Nicht, weil hier in schöngeistiger Art interessante Gedanken entwickelt würden, sondern weil etwas geschildert wird, vor dem Europas Schöngeister und Intellektuelle Augen und Ohren gerne fest verschließen: die kaum noch schleichend zu nennende Islamisierung Europas. Ulfkotte, einer der profiliertesten Islamkritiker Deutschlands, betreibt mit dem Verein Pax Europa das Nachrichtenportal „Akte Islam“. Hier werden in mühevoller Kleinarbeit Informationen recherchiert und zusammengetragen, die es unter dem Bannstrahl politischer Korrektheit vielleicht noch in den Lokalteil kleiner Regionalzeitungen geschafft haben. Gewissermaßen eine Auswahl aus der Auswahl verwendet Ulfkotte, um den Stand der Islamisierung in einigen europäischen Ländern zu illustrieren. Schon beim ersten vorgestellten Land, Großbritannien, hofft der Leser, nur eine schwarze Komödie in den Händen zu halten. Doch was er liest, ist keine Fiktion, sondern realer Wahnsinn. Seite für Seite, Absatz für Absatz trommeln in unablässigem Stakkato Nachrichten auf den Leser ein, vor denen sonst die vielen kleinen und großen Volkspädagogen in Redaktionsstuben und Parlamenten gern ausweichen. Keiner soll sich zu etwas hinreißen lassen, von dem sich jemand „beleidigt“, „diskriminiert“, in seinen „religiösen Gefühlen verletzt“ fühlen könnte. Jahrhundertealte Instinkte, die in ihm eine tödliche Gefahr sahen, dürfen vor diesem Jemand nichts mehr gelten. Und Seite für Seite, Satz für Satz wird beim Leser die Empörung wachsen. Nicht vor der islamischen Kultur, die so ist, wie sie ist. Sondern vor dem, was als politische Korrektheit vermeint, eine angebliche Menschenliebe im Mund zu führen. Einem Moslem hat die Ehre der mit ihm verbundenen Frauen ein hohes Gut zu sein. Gewiß kann man aus einem europäischen Kulturverständnis heraus diesen Ehrbegriff ablehnen. Doch kann die politische Korrektheit ihm überhaupt einen eigenen Ehrbegriff entgegensetzen? „Ich glaube nicht allein zu sein, wenn ich mich krank fühle, nachdem ich lesen muß, wie schwedische Mädchen von Immigranten-Gangs vergewaltigt werden.“ Ein schwedischer Mann hatte zwei Monate Zeit, im Gefängnis darüber nachzudenken, warum er diesen Satz nicht sagen darf. Die nicht mehr zu leugnende Vergewaltigung als Massenphänomen in der schwedischen Gesellschaft wird dagegen im renommierten Aftonbladet ernsthaft dem Klimawandel zugeschrieben. Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen. Hinter jeder dieser kleinen und großen Lügen, die in jedem Augenblick irgendwo in Europa ausgesprochen werden, verbirgt sich Haß: auf uns, auf unsere kulturelle Identität, Haß auf alles, was wir sind. Nicht vor Männern, nicht vor Frauen, weder vor Alten noch vor den Unschuldigsten macht dieser Haß halt. Mit einem 366 Seiten umfassenden Maßnahmenkatalog werden britische Erzieher seit diesem Sommer dazu angewiesen, Kleinkinder auf „rassistisches“ Verhalten hin zu überwachen — wenn sie beispielsweise bei fremdländisch gewürzter Küche „Igitt“ sagen — und bei entsprechenden Vergehen die Familie den Behörden zu melden. Wer meint, dieses Buch sei volksverhetzend, der irrt sich. Volksverhetzend sind nur diejenigen, die vermeinen, die Allgemeinheit vertrage Wahrheit allenfalls durch den feinen Filter der Lüge. Wer meint, dieses Buch stelle eine einzige Anklage gegen den Islam dar, auch der geht fehl. Denn eigentlich kann man dem Islam, der gerade mit wuchtigen Schlägen unsere Kultur zu Staub zerschlägt und dessen Seismograph der Islamwissenschaftler und Kriminologe Ulfkotte ist, wahrlich keinen Vorwurf machen. Wenn der Rabe frißt, dann folgt er nur seiner Natur. Und wenn sich das Fleisch nicht wehrt, dann wohl weil es tot ist. Jedem Europäer sei die Lektüre angetragen, auf daß er sich genau dies frage: Schlummert in ihm eine verborgene Zukunft, oder ist er faules Fleisch, das verwesen muß? Udo UlfkOtte: SOS Abendland. Die schleichende Islamisierung Europas. Kopp Verlag, Rottenburg 2008, gebunden, 416 Seiten, 19,95 Euro

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