Markus Krall Freiheit oder Untergang

 

Die Supernova, kurz bevor sie erlischt

Im ARD-Vorabendprogramm läuft seit zwei Wochen die Serie „Türkisch für Anfänger“. Gezeigt wird die kunterbunte Multikulti-Welt in Berlin: Doris verliebt sich in Metin. Die beiden ziehen zusammen. Die Alltagsprobleme von Doris‘ Tochter Lena mit ihren neuen Geschwistern Yagmur und Cem bilden den Serien-Stoff. „Witz“, „Charme“, „Herz und Ironie“ will der Spiegel in „Türkisch für Anfänger“ entdeckt haben – „ganz was Gutes“. Dabei ist die Serie nur ein letztes Aufbäumen der Multikulti-Ideologen. Seit zwanzig Jahren predigen sie in Zeitgeistmedien die Botschaft vom friedlichen Miteinander der Ethnien, vom nie enden wollenden interkulturellen Straßenfest. Die Realität sieht anders aus. In Berliner Problembezirken ist Gewalt allgegenwärtig. Türkische und arabische Jugendbanden beherrschen die Straße und terrorisieren andere Jugendliche. Die Rollenverteilung ist klar. Ein Kollege des letzte Woche am Volkspark Hasenheide tödlich angeschossenen Zivilfahnders Uwe L. sieht es so: „Achtzig Prozent der Täter bei der Jugendkriminalität sind Ausländer, achtzig Prozent der Opfer sind Deutsche.“ Inzwischen nehmen sich Film und Fernsehen der Problematik an. Knallhart ändert sich das Leben von Michael (David Kross), als er mit seiner Mutter (Jenny Elvers-Elbertzhagen) aus Berlin-Zehlendorf nach Neukölln umziehen muß. „Knallhart“ heißt denn auch der Film von Detlev Buck, der seit zwei Wochen in deutschen Kinos läuft. Um sich Schutz vor den Türken, die ihn mißhandeln, zu verschaffen, arbeitet Michael als Drogenkurier der Araber. Am Ende kommt es zur Eskalation der Gewalt. Der Film ist ein Schritt nach vorn in einer Medienlandschaft, die sich die Annäherung an die Realität auf die Fahnen geschrieben hat. Buck hinkt zwar der politischen Debatte hinterher, ist aber immer noch meilenweit vor den Tagträumern vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen. „Türkisch für Anfänger“ ist wie das Aufleuchten einer politisch-korrekten Supernova – kurz bevor sie erlischt.

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