Neues von der Lügenpresse

„Lügenpresse“ sei nicht das Unwort, sondern das „Wort des Jahres“, notiert der unentbehrlich spitzfedrige Michael Klonovsky in seinem Netztagebuch unter dem 15. Januar – und bietet gleich sieben gute Argumente, warum das Schlagwort so ins Schwarze trifft.

Und praktisch täglich kommen neue dazu. Zum Beispiel die eiertanzende Berichterstattung in den Leitmedien über die Bürgerkriegserklärung einer schwer kriminalitätsaffinen Sippe aus dem Libanon an die beschauliche Stadt Hameln.

Glaubte man nur Spiegel online & Konsorten, wäre ein „26jähriger / Verdächtiger / gebürtiger Hamelner / mutmaßlicher Tankstellenräuber“ verhaftet worden und bei dem Versuch, aus dem Gerichtsgebäude zu flüchten, aus dem Fenster gestürzt und zu Tode gekommen. Worauf „Angehörige / Familienmitglieder / Verwandte“ auf Polizei, Amtsgericht, Krankenhaus und Rettungskräfte losgingen. Mit Fäusten, Steinen und Reizgas, das seltsamerweise spontan zur Hand war.

Bankrotterklärung des Leitmedien-Journalismus

Vorläufige Bilanz: 14 verletzte Polizisten, enormer Sachschaden, Panik in der Stadt angesichts der bevorstehenden „Trauerfeier“, zu der weitere Mitglieder der „Großfamilie“ von nah und fern anreisen – aber das hat natürlich alles nichts mit der „Herkunft der Großfamilie“ zu tun, schwadroniert SPD-Landrat Tjark Bartels, brav ohne kritische Nachfrage im Mainstream multipliziert.

Immerhin, die Lokalzeitung, die ihre Abonnenten nicht so dreist belügen kann wie die bundesweit erscheinenden Leitmedien, weil viele von denen aus eigener Anschauung wissen, was andere mündige Leser sowieso zwischen den Zeilen lesen: Es handelt sich um Angehörige eines Clans von Mhallamiye-Kurden, die eine Reihe norddeutscher Städte – die Miris in Bremen sind der bekannteste Fall – mit dreistem Sozialmißbrauch und Strafregistern so dick wie Telefonbücher terrorisieren und über das von Feiglingen wie Bartels wortreich beschworene Integrationstrallala, das besser „Appeasement“ heißen sollte, genauso lachen, wie sie das deutsche Rechtssystem verachten.

Nachdem der Versuch des Bruders gescheitert war, den Verhafteten aus dem Streifenwagen zu befreien, zitiert Spiegel online  die lokale Deister- und Weserzeitung, sollen die vor dem Gerichtsgebäude wartenden Clanmitglieder damit gerechnet haben, ihren „gebürtigen Hamelner“ nach Zahlung einer Kaution gleich wieder mitnehmen zu können. Geld spielt in gewissen „Großfamilien“ ja bekanntlich keine Rolex. Klingt allerdings ein bißchen, als wären die lieben Verwandten auch ausgerastet, weil sie den Behörden den Bruch einer unausgesprochenen Abmachung vorwerfen.

„Gebürtiger Hamelner“, „Großfamilie“ – Lügen durch Weglassen bisweilen am schlimmsten

Und, bohrt einer nach? Rechnet wer den Tjark Bartels’ dieser Republik ihr Versagen vor? Fragt jemand, wer Justiz und Polizei die Hände bindet? Wundert sich keiner, daß in solchen Sippen manche türkische und libanesische Pässe haben, viele deutsche und einige, wie der zu Tode gekommene Räuber, mit „offiziell ungeklärter“ Staatsbürgerschaft hier leben? Kann sich jemand vorstellen, daß die Sorgen vieler Bürger vor einer „Islamisierung“ weniger mit Koranauslegung zu tun haben als mit den archaischen Stammesmentalitäten, mit denen sich manche Einwanderergruppen aus islamischen Ländern praktisch ungehindert über alle geltenden Regeln hinwegsetzen?

Lügen durch Weglasssen sind bisweilen die übelsten. Oder, in den Worten des Satirikers Bernd Zeller, der erfreulicherweise seinen „Tagesschauder“-Blog reaktiviert hat: „Daß der Ruf ‘Lügenpresse’ schmerzt, kann vieles bedeuten. Auch, daß er trifft.“

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