Ausländerkriminalität

Hameln: Gewaltexzeß durch libanesische Großfamilie

HAMELN. In Hameln ist es am Mittwoch zu schweren Ausschreitungen durch eine libanesische Großfamilie gekommen. Polizisten wurden mit Pfefferspray und Steinen attackiert. 14 Beamte wurden verletzt. Zugleich versuchten die Libanesen, ein Gerichtsgebäude und ein Krankenhaus zu stürmen.

Hintergrund war der tödliche Sturz eines Familienmitgliedes aus dem siebten Stock des Amtsgerichts Hameln. Der Mann wollte sich offenbar einem Haftprüfungstermin entziehen und verlor den Halt. Gegen ihn wurde wegen zahlreicher Straftaten ermittelt. Unmittelbar nach dem Sturz begannen Angehörige damit, zu randalieren. Auch das Krankenhaus, in das der Mann gebracht wurde, wurde angegriffen.

Keine Festnahmen durch die Polizei

„Die Mitglieder der Großfamilie schleuderten Steine, die sie zuvor aus dem Pflaster gerissen hatten, auf die zum Schutz der Klinik eingesetzten Beamten und griffen diese auch mit Pfefferspray an“, sagte ein Polizeisprecher. Landrat Tjark Bartels (SPD) sprach am Donnerstag von „hemmungsloser Gewalt“.

Noch während der Ausschreitungen gab die Großfamilie den deutschen Behörden die Schuld am gescheiterten Fluchtversuch. „Warum konnte mein Neffe das Fenster öffnen? Warum trug er keine Handschellen? Warum war er nicht in einem Raum eingesperrt?“, sagte der Onkel nach Angaben der Hannoverschen Allgemeinen. Ein weiterer Anheöriger behauptete, der Mann sei aus dem Fenster geschubst worden. Die Polizei leitete gegen die Angreifer Ermittlungen wegen Körperverletzung, Landfriedensbruch und Sachbeschädigung ein. Festgenommen wurde niemand. (ho)

Polizeieinsatz in Hameln (Archiv): Libanesen geben Polizei die Schuld Foto: dpa

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