Markus Krall Freiheit oder Untergang

 

Bundeswehr soll klimagerecht werden

Es liegt wohl in der Natur der Dinge, daß die Armee eines Landes mit dessen Ideologie durchdrungen wird. Das ist in Ordnung, auf die Bundeswehr bezogen zum Beispiel dann, wenn die freiheitlich-demokratische Grundordnung sich in Form von Errungenschaften wie Vertrauenspersonen, rechtssicheren Beschwerdewegen oder dem Wehrbeauftragten niederschlägt. Schlecht, ja geradezu grotesk wird es, wenn die Ideologien, die in Deutschland über die freiheitliche Demokratie hinausgehen, auch in der Bundeswehr umgesetzt werden sollen.

Über die gleiche (nicht gerechte) Behandlung von Männern und Frauen in der Bundeswehr ist ja schon viel diskutiert worden. Jetzt geht es einen Schritt weiter, und die Bundeswehr wird auch für die „Energiewende“ in Anspruch genommen. Klima und so. Wissen wir ja. In einer kleinen Anfrage an die Bundesregierung wollten unsere lieben Grünen in Erfahrung bringen, wie hoch denn die Energiekosten der Bundeswehr wären, welche Maßnahmen sie zur „Energieeffizienzsteigerung“ umsetzt, was das gebracht hätte. Und auch nicht schlecht: Wie hoch denn die Energiekosten in den Einsätzen gewesen wären: „bitte nach Einsatzgebiet bzw. Mandat, Jahren und Kosten aufschlüsseln“, heißt es da.

Nicht daß die Bundeswehr noch auf genügend anderen „Baustellen“ zu tun hätte. So’n bißchen Afghanistan, etwas Kosovo, ein wenig Neuausrichtung und hier und da ein kleines Späßchen in Afrika. Die Grünen wollen es schon genau wissen, ob ihre Ideologie auch wirklich bis in die letzten Winkel wirkt: „Wie viele Photovoltaikprojekte, aufgeschlüsselt nach Größe und Standorten, wurden auf Einrichtungen der Bundeswehr errichtet?“

Warum die Energiekosten der Bundeswehr steigen, bleibt außen vor

Die Antwort auf diese Frage führt in der Presse dann zu der schockierenden Überschrift: „Bundeswehr unterhält nur 23 Solarkraftanlagen“. Der erste Satz dieser Meldung lautet dann auch „Die Bundeswehr zieht bei der Energiewende offenbar nicht entschlossen mit.“ Tja, das erfreut das grüne Gemüt, darf es sich doch erneut darin bestätigt sehen, wie reaktionär diese Bundeswehr-Typen sind.

Herzlichen Dank auch. Daß die Energiekosten der Bundeswehr gestiegen sind, wird nur nachrangig behandelt, warum diese Kosten gestiegen sind und was damit finanziert wird, bleibt außen vor. Könnte das vielleicht etwas mit der Energiewende selbst zu tun haben?

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