1000 Babyflaschen für das Leben

An diesem Sonnabend versammeln sich Hunderte Lebensschützer in München zum zweiten „1000plus“-Tag, unter dem Motto „Hilfe statt Abtreibung“. Organisiert wird die Veranstaltung von den Organisationen Pro Femina, Stiftung Ja zum Leben und Die BIRKE, die bereits vor einem Jahr eine gleichnamige Spenden-Kampagne ins Leben gerufen haben.

Ihr Ziel ist es, mit vereinten Kräften ein deutschlandweites Beratungsnetzwerk aufzubauen, um jährlich „1000 und mehr“ ungewollt schwanger gewordenen Frauen zu helfen und so „1000 und mehr Kindern das Leben retten“.

Zwar gibt es in Deutschland bereits solche Beratungsstellen, doch sind sie bislang kaum miteinander vernetzt. Außerdem übersteigt die enorme Nachfrage, vor allem nach Beratung im Internet, die Kapazität der Lebensschutzorganisationen. Offenbar suchen immer mehr ungewollt Schwangere nach echter Beratung und eben nicht nur nach einem sogenannten „Beratungsschein“ – den Freibrief für die Abtreibung.

Ziel: 84.000 Euro monatlich durch Spenden

Die Erfolgsquote dieser „scheinfreien“ Beratungsstellen kann sich sehen lassen: 2009 entschieden sich beispielsweise siebzig Prozent der Frauen, die von BIRKE Rat und Hilfe erhielten, für ihr Kind. Im Jahr davor waren es 84 Prozent.

Aus diesem Grund, so die Organisationen, sei der Ausbau eines Beratungsnetzes unbedingt notwendig. Denn derzeit übersteigt die Nachfrage das Angebot. „Wir haben nicht genug finanzielle und personelle Kapazitäten, um alle Schwangeren in Not aufzufangen, die sich sonst bei uns melden würden“, sagt Projektleiter Kristijan Aufiero.

Hier soll die 1000plus-Initiative Abhilfe schaffen. Durch sie wurden in diesem Jahr allein 675 Beratungsgespräche im Internet geführt. Finanziert werden soll das Netzwerk durch Spenden. Benötigt werden monatlich 84.000 Euro.

HiPP stiftet Babyflaschen

Doch wo ein Wille ist, ist auch ein Weg: Deswegen starteten die Organisationen Anfang November eine Spendenaktion, für die der weltweit größte Hersteller von Babynahrung HiPP tausend Babyfläschchen stiftete. Diese wurden zu Spendendosen umfunktioniert und mit dem 1000plus-Logo versehen. Damit wollen ehrenamtliche „Botschafter“ nun Geld sammeln. Auch Claus Hipp beteiligt sich offenbar persönlich an der Sammelaktion. Nebenbei verhilft er den Lebensschützern damit gleichzeitig zu mehr Bekanntheit.

Auch Hipp wird erkannt haben, wie unterstützenswert die Kampagne ist. Denn – so brachte es Ellen Kositza kürzlich auf den Punkt – das Projekt nimmt sich der Schwangeren so „handfest“, „zeitgemäß und unverkitscht“ an.

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