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Grönland heißt Grünland

Der Klimawandel wird von keinem ernsthaft bestritten, es geht nur darum, ob er, wie behauptet, menschengemacht ist. Eigentlich ein Thema für spannende Diskussionen. In der demokratischen Öffentlichkeit, heißt es, werden die divergierenden Argumente vorgestellt, ausgetauscht, geprüft, gewogen, und irgendwann ergeben sich plausible Ergebnisse, auf deren Grundlage der Bürger seine politische Entscheidung trifft.

In der Realität der Medien aber wird gar nichts geprüft und ausgetauscht, es herrscht de facto Gleichschaltung. Reichen die Anzeigen, die die Bundesregierung in den großen Zeitungen schaltet, als Linsengericht bereits aus, um die Informationsfreiheit und Meinungsvielfalt zu verhökern? Oder gehen die Hoffnungen der Pressekonzerne, Geld vom Staat zu bekommen, und die Käuflichkeit der Journalisten sogar noch weiter?

Statt Information nur Manipulationsversuche und die Überwältigung durch Emotionen. Die Fernsehbilder vom bröckelnden grönländischen Packeis und von Eisbären, deren Schollen dahinschmelzen – belegen sie tatsächlich die menschengemachte Katastrophe? Grönland heißt Grünland. So erlebten es die Wikinger vor 1.000 Jahren, was ein erdgeschichtlicher Wimpernschlag ist. Es gab damals eine Wärmeperiode.

In Pommern und Südschottland war Weinanbau möglich, in Norwegen wurde bis zum Polarkreis Getreide geerntet. Die Wissenschaft hält mehrere Ursachen für denkbar: Sonnenaktivitäten, sinkende Vulkan-Aktivitäten, eine periodische Schwankungen des Golfstroms. Industrie mit CO-2-Ausstoß gab es damals nicht.

Starke Worte und Drohungen

Ich bin für den Umweltschutz, für Abgasfilter, Katalasytoren, für Energieeinsparungen, gegen Waldabholzungen usw. Als ich 1984 von der Ostsee zum Studium ins Industriezentrum Leipzig kam, mußte ich mich nach einem Monat krank schreiben lassen, weil die verdreckte Luft meine Atmung blockierte. Bei der Klimadebatte aber geht es um etwas anderes.

Einige Stichworte. Bereits der Schritt von der Umwelt- zur Klimapolitik stimmt mißtrauisch: Um Maßnahmen für den Umweltschutz zu begründen, muß man Kausalitäten nachweisen. Für die Klimapolitik, die in viel komplexeren Regionen operiert, gilt das nicht. Dafür gibt es starke Worte und Drohungen. Der Exekutivsekretär der Vereinten Nationen Yvo de Boer, sagte im November 2007, den Klimawandel zu leugnen und nichts zu tun, um ihn zu bremsen, sei „kriminell verantwortungslos“. Erhält der Paragraph 130 demnächst einen Zusatz?

Auffällig auch, wie dem Handlungs- und Steuerungsdrang in Klimafragen die Handlungsunlust und -unfähigkeit in Bereichen gegenübersteht, wo die Datenbasis viel belastbarer ist und solide Prognosen erlaubt, etwa in der Renten- und Gesundheitsversicherung. Besteht hier vielleicht ein Zusammenhang? Die Abstände der Kampagnen um Rinderwahnsinn, Vogel- und jetzt die Schweingrippe werden immer kürzer.

Eine permanente, wohltemperierte Unruhe

Eine permanente, wohltemperierte Unruhe und Sorge wird erzeugt, aus der die Technokraten und Politiker den Leute Erlösung versprechen, wenn sie sich nur ihren liebevollen Ratschlüssen fügen. So wird Folgsamkeit generiert – und Macht. Das heißt nicht zwingend, daß es die „große Verschwörung“ gibt. Im Massenmenschen existiert auch das entsprechende Bedürfnis. Seine Sinnleere wird aufgefüllt, sein Sinnen und Trachten erhalten wieder Richtung und Struktur.

Apropos Macht: Angela Merkel hatte sich in ihrer ersten Amtszeit konsequent als „Klimakanzlerin“ profiliert. Als promovierte Naturwissenschaftlerin muß sie aber um die Unsicherheit der Faktenbasis wissen, auf der die Klimapolitik beruht. Zuerst dachte ich, das hätte mit ihrer Stellung in der Großen Koalition zu tun. Als Kanzlerin brauchte sie halt ein unanfechtbares Markenzeichen, das ihr Autorität gegenüber dem gleich großen Koalitionspartner verleiht. Ich habe sie unterschätzt.

Die überzeugungsneutrale Merkel ist ein monströses Trüffelschwein der Macht, das früher als andere wittert, wo neue Machtquellen sprudeln. Sie sieht die Entstehung neuer, supranationaler Herrschaftsstrukturen voraus, die selbst in der Theorie keiner demokratischen Legitimation mehr bedürfen. An denen will sie teilhaben. Auch deswegen hat mich das Scheitern der Konferenz von Kopenhagen erleichtert.

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