Die alltägliche Gewalt vor Szenelokalen

Zu den am wenigsten beneidenswerten „Jobs“ dürfte wohl die Tätigkeit des „Türstehers“ vor Szenelokalen gehören. Nicht nur, daß sie kein gutes „Image“ haben; sie gelten als hirnlose Muskelprotze, die „Vergnügungssüchtigen“, die nur „chillen“ (was für ein Unwort!) möchten, den „Spaß“ verderben.

Es vergeht kein Tag, an dem nicht von massiven Gewaltattacken gegen „Türsteher“ berichtet wird. Das Beschimpfen und Bespucken von „Securitys“ gehört inzwischen zur Alltäglichkeit, genauso wie die Bedrohung von Sicherheitspersonal mit Pistolen, Messern oder anderen Waffen. Biergläser oder –krüge, (zerbrochene) Bierflaschen und anderes mehr werden als Wurfgeschosse eingesetzt, sollten „Türsteher“ es wagen, rabiatem „Szenevolk“ den Einlaß zu verbieten.

Junge Frauen oftmals „Freiwild“

Wirte beklagen, daß die Polizei erst dann aktiv werde, wenn es Verletzte gibt. Gemutmaßt wird von manchem überdies, so stand kürzlich in einem Szene-Magazin zu lesen, daß sich viele Polizisten fürchteten, „als Rassisten“ dazustehen, weil „eben leider oftmals viele von ihnen [jugendlichen Randalierern] Ausländer sind“.

Sicherheitsdienste weisen darauf hin, daß Jugendliche, „wenn überhaupt, nurmehr vor der Polizei Respekt haben“. Junge Frauen, die in der Szene unterwegs sind, beklagen, zum Teil wie „Freiwild“ behandelt zu werden. Nicht selten kommt es zu sexueller Belästigung, und auch die Zahl der Vergewaltigungen steigt.

„’Laß mich in Ruhe‘ oder ’Geh weg‘ zu sagen, hilft rein gar nichts, diese Typen [„leider“ auch oftmals Ausländer, nicht selten Schwarze] ignorieren das einfach“, berichtete eine Betroffene in einem Szene-Magazin. „Und wenn du dir einen anderen Platz im Lokal suchst, kommen sie nach. Man traut sich ja schon gar nicht mehr, alleine aufs Klo zu gehen.“ So manch einem „Menschen mit Migrationshintergrund“ ist offensichtlich nicht oder nur sehr schwer klarzumachen, daß es auch in einer permissiven Gesellschaft wie der unsrigen ein Minimum von Verhaltensregeln gibt, die einzuhalten sind.

Gute Tips von „Interkulturellen Beratungszentren“

Diese Verhaltensregeln werden aber gerne nur „Türstehern“ oder Polizisten erteilt, die ermahnt werden, „immer respektvoll, klar und ruhig zu reagieren“. Beneidenswerte Gutmenschen, die auch bei in die Luft abgefeuerten Pistolenschüssen, fliegenden Bierkrügen und haßerfüllten Angriffen immer noch „klar und ruhig“ reagieren. Fast möchte man sich vor soviel Gelassenheit verneigen …

Auch für junge Frauen gibt es manch guten Tip: „Interkulturelle Beratungszentren“ beharren, ungeachtet der „Macho-Kulturen“, aus denen so mancher „Migrationshintergründler“ stammt, gerne darauf, daß „sexuelle Belästigung“ kein „Ausländer-“, sondern schlicht und einfach ein „Männerproblem“ sei. Frauen sollten ganz einfach „klar sagen, wenn sie etwas nicht wollten“. Dabei sei es egal, ob es sich um einen In- oder Ausländer handelt.

Junge Frauen wissen also jetzt, was zu tun ist: Einfach sagen, was man nicht möchte! Wenn sich etwas zu aufdringliche Testosteronbomben in männlicher Gestalt dann lächelnd, verneigend und verständnisvoll zurückziehen, womöglich begleitet von einer „klar und ruhig formulierten“ Entschuldigung, dann habe diese sicherlich bereits an einer „interkulturellen Beratung“ teilgenommen. Falls nein – viel Glück …

Allgemeines „Rassismus“-Geschrei

Solange alle möglichen (linken und linksliberalen) Gruppen, flankiert vom Medien-Mainstream, in ein allgemeines „Rassismus“-Geschrei verfallen, wenn ein Minimum an Verhaltensregeln eingefordert und dessen Nichteinhaltung sanktioniert wird, steht zu befürchten, daß sich die allabendliche bzw. –nächtliche Gewaltspirale immer weiter dreht.

Dessenungeachtet aber scheint sich so mancher Gutmensch weiterhin auf „weichem Pfühle“ zu befinden „und macht sich den Kopf nicht schwer“. Jüngst schrieb zum Beispiel eine Klinische Psychologin in einem „Szene-Magazin“ mit Blick auf das Problem der „Gewaltbereitschaft aggressiver Jugendlicher“: „Daß Jugendliche in ihrer Entwicklungsphase oft die Reibefläche mit Autoritäten suchen, ist normal – das gehört zur natürlichen Identitätsentwicklung.“ Wir dürfen uns also zurücklehnen: Es ist alles nur Ausdruck „natürlicher Identitätsentwicklung“.

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