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Aus Freude am Widerspruch

Redaktionskonferenz
Redaktionskonferenz: Über 20.000 Leser erwerben die JF heute wöchentlich Foto: JF

Diese Woche erscheint eine besondere Ausgabe der JUNGE FREIHEIT: Just zur Frankfurter Buchmesse will es die statistische Zählung unseres Archives, daß die 1000. Ausgabe erscheint, der wir deshalb ein außergewöhnliches Gesicht gegeben haben und in erhöhter Auflage (74.000 Exemplare) mit Sonderseiten zum Jubiläum erscheinen lassen.

Diese Zeitung ist ein Phänomen: Sie ist im Gegensatz zur Flut von Titeln, die von Verlagskonzernen neu auf den Markt geworfen und oft genauso schnell wieder eingestellt werden, nicht aus der Retorte geboren. Nicht aus ökonomischem Kalkül entstand die JUNGE FREIHEIT, sondern aus der Not eines als tiefgreifend empfundenen politischen Defizits, das unsere Medienlandschaft kennzeichnet.

Ein Abenteuer ohne Großverlag im Rücken

Es ist die 1000. Ausgabe einer Zeitung, deren Überleben von Anbeginn in Frage stand. Ohne Großverlag im Rücken bedeutete es ein Himmelfahrtskommando, aus der 1986 in Freiburg im Breisgau als Studentenblatt gegründeten Monatsschrift 1994 eine Wochenzeitung aus der Hauptstadt zu machen. Politisch war dies nicht minder ein Abenteuer, trifft diese Zeitung doch auf einen fast ausschließlich links geprägten politisch-medialen Mainstream, der seine Hegemonie feindselig gegen größere Pluralität verteidigt.

Hinter dieser Zeitung steckt deshalb ein menschliches Wunder: Sie ist keine tote Materie. Sie ist organisch. Sie lebt von der Kreativität, dem Enthusiasmus und der Inspiration von insgesamt 30 Verlagsmitarbeitern und Hunderten freien Autoren. Dabei schreiben diese nicht, um anderen Feuilletons zu gefallen, sondern als Anwälte der freien Rede und einer Idee. Die JF ist aber auch Symbol eines entschiedenen Durchsetzungswillens.

Eine Zeitung in ständiger Bewegung

Sie ist in ständiger Bewegung: Ihr Format wuchs, die Gestalt wandelte sich, die Verbreitung steigt seit Jahren ungebrochen gegen einen Abwärtstrend des kriselnden Zeitungsmarktes. Über 20.000 Leser erwerben die JF heute wöchentlich im Abo, am Kiosk oder lesen sie seit neuestem elektronisch über die JF-App. Es sind Leser, die sich selbst in großer Zahl persönlich als „Teil des Projektes JF“ verstehen und sich für ihre Zeitung leidenschaftlich engagieren. Das ist das eigentliche JF-Wunder.

Den Messestand der JF auf der Frankfurter Buchmesse ziert in großen Lettern in diesem Jahr das Motto: „Wo alle einer Meinung sind, wird meistens gelogen.“ Damit erwidern wir die in Politik und Medien grassierende „Alternativlosigkeit“ mit einem Gegenentwurf und dem Appell, sich zur eigenen und abweichenden Meinung zu bekennen. Allem öffentlichen Gerede von Buntheit, Toleranz und Pluralität unserer Gesellschaft zum Trotz erleben wir einen kaum gekannten kollektiven Konformitätsdruck, dem es sich energisch zu widersetzen gilt. Wir werden dies mit Freude an Widerspruch und offener Debatte auch künftig tun.

JF 42/12

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