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Ferda Ataman als Antidiskriminierungsbeauftragte: Der Bock wird zum Gärtner

Ferda Ataman als Antidiskriminierungsbeauftragte: Der Bock wird zum Gärtner

Ferda Ataman als Antidiskriminierungsbeauftragte: Der Bock wird zum Gärtner

Journalistin und Autorin Ferda Ataman: Sie soll Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes werden
Journalistin und Autorin Ferda Ataman: Sie soll Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes werden
Journalistin und Autorin Ferda Ataman: Sie soll Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes werden Foto: picture alliance/dpa | Jörg Carstensen
Ferda Ataman als Antidiskriminierungsbeauftragte
 

Der Bock wird zum Gärtner

Die Bundesregierung will es wieder tun: Erst plazierte Annalena Baerbock die damalige Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan als Staatssekretärin im Auswärtigen Amt. Dann wurde zuletzt immer deutlicher, daß der „Queer“-Beauftragte Sven Lehmann (Grüne) seine Aufgabe darin sieht, eine radikal bunte Agenda gegen alle Widerstände zu implementieren.

Und nun soll auch noch Ferda Ataman Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes werden – die nächste grün-linke Vorkämpferin, der man ein Staatsamt zuschanzt. Ataman, geboren 1979, die bei Wikipedia als Journalistin und Autorin (Buch: „Ich bin von hier. Hört auf zu fragen!“) firmiert, hat in den vergangenen Jahren vor allem durch ihre aktivistisch-identitätspolitische und „antirassistische“ Agenda auf sich aufmerksam gemacht.

„Faschos“ ärgern und Deutschland schlechtmachen

Kostprobe gefällig? Im Februar rief Ataman in ihrer Spiegel-Kolumne eine „Namens-Guerilla“ aus. Migrantischen Eltern empfahl sie, ihren Kindern deutsche Namen zu geben, und deutsche Eltern rief sie auf, ihre Kinder „Osman, Aliyeh, Khuyen“ zu nennen. Das ganze kommentierte sie mit den Worten: „Faschos zu ärgern ist leichter, als man denkt.“

Ja, vermeintliche „Faschos“ zu ärgern, macht der in Stuttgart geborenen Tochter einer türkischen Familie Spaß. Noch mehr gibt es ihr aber, Deutsche und Deutschland an sich schlecht zu machen. Wobei man nicht ganz sicher sein kann, ob „Faschisten“ und „Deutsche“ für Ataman nicht vielleicht gar Synonyme sind.

2019 zum Beispiel zog sie die deutsche Wiedervereinigung unter der Überschrift „Eure Einheit, unser Albtraum“ in den Dreck. Diese habe „einen rassistischen Wendepunkt markiert“, schrieb sie. „Das Schlimmste“ sei „der völkische Nationalrausch“ gewesen. Die Parole „Wir sind ein Volk“ – die übrigens bald in Form der Einheitswippe im Herzen der Hauptstadt stehen soll – habe auf „den eigenen ethnischen Clan“ gezielt.

Der Deutsche als „Kartoffel“

Die größte Freude aber bereitet es Ataman dem Anschein nach, Deutsche als „Kartoffeln“ oder „Almans“ zu bezeichnen oder aber auch über „Biobayern“ zu reden, die erst einmal „integriert“ werden müßten, wenn sie mit einem moslemischen CSU-Bürgermeister fremdeln. Der Verein „Neue deutsche Medienmacher*innen“, dessen Vorsitzende Ataman ist, vergibt sogar einen Preis unter dem Titel „Die goldene Kartoffel“ für „besonders unterirdische Berichterstattung“.

Man könnte nun auch noch anführen, daß Ataman in der Vergangenheit über Bild-TV-Seher als Menschen lästerte, „die schon morgens mit Bier auf der Couch sitzen“ und damit Klassenvorurteile schürte. Auch behauptete sie, im Falle einer Triage würden Migranten benachteiligt und stellte das Krankenhauspersonal damit pauschal unter Rassismus-Verdacht. Den AfD-Ehrenvorsitzenden Alexander Gauland bezeichnete Ataman als „rechtsradikalen Greis“ und beging damit letztlich Altersdiskriminierung.

Aber eigentlich ist längst genug gesagt, damit jeder sieht, daß hier der Bock (oder die „Böck*in“?) zum) Gärtner gemacht werden soll. Oder explizit formuliert: Eine diskriminierende Spalterin und Rassistin eigener Art zur Antidiskriminierungsbeauftragten. Passenderweise trendete der Begriff „Rassistin“ am Donnerstag bei Twitter. Dort übrigens hat Ataman kurzerhand über 10.000 Beiträge vernichtet.

Von der Union mitgezüchtet

Weil die Bock-Gärtner-Sache in diesem Fall so offensichtlich ist, darf man davon ausgehen, daß die Nominierung auch in der FDP für Kopfschütteln sorgt. Die Freidemokraten müssen den Personalvorschlag im Bundestag mit abnicken. Die stets kluge Abgeordnete Linda Teuteberg erklärte bereits, daß sie dabei nicht mitspielen wird. Ihre Kollegen freilich werden für diese Personalie nicht die Koalition aufs Spiel setzen.

Empört gibt man sich zum Teil auch in der Union. Dort ist mit Blick auf Ataman von „harter linker Ideologie“ und einer „linken Aktivistin“ die Rede ist, die die Mehrheitsgesellschaft beleidige. Die Union darf sich aber getrost an die eigene Nase fassen: Atamans „Neue deutsche Medienmacher*innen“ wurden schon zu Merkel-Zeiten mit hohen Summen staatlich gefördert, auch aus unionsgeführten Ressorts.

Ideologische Abweichungen werden zum Schweigen gebracht

Nun, da die Union weg ist, sehen die Grünen offenbar freie Bahn, die Alimentierung ihrer Vorkämpfer auf die nächste Stufe zu heben, indem sie gleich direkt in staatliche Ämter überführt werden. Insofern ist der Vorgang auch Ausweis des Trauerspiels „bürgerlicher“ Politik, die sich hierzulande nur allzu gerne ihre eigenen Feinde züchtet, um dann selbst von diesen bekämpft zu werden.

2019 schrieb Ataman, der Schutz von Minderheiten vor Diskriminierung werde in Deutschland kaum durchgesetzt. Sie wird sich nun daran machen, das in ihrem Sinne zu ändern. Was das in der Praxis bedeuten könnte, zeigt das Verhalten des „Queer-Beauftragten“ Lehmanns, der seine Aufgabe darin sieht, kritische Stimmen aus Wissenschaft und Journalismus zu seiner im wahrsten Sinne des Wortes „queeren“ Ideologie gewissermaßen ex cathedra zum Schweigen zu bringen.

Journalistin und Autorin Ferda Ataman: Sie soll Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes werden Foto: picture alliance/dpa | Jörg Carstensen
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