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Sechzig Geschlechter sind noch nicht genug

Danke Facebook! Nach langer Wartezeit ist es endlich geschafft. Die geschätzt 27 Millionen deutschen Nutzer des sozialen Netzwerks können ihre „sozial konstruierte“ Geschlechtlichkeit ablegen. Zusätzlich zu „Mann“ und „Frau“ gibt es jetzt mehr als 50 weitere Kategorien.

Darunter so wichtige wie „transmaskulin“, „Pangeschlecht“ und „nicht-binär“. Der Fortschritt läßt sich nicht aufhalten. Wo jedoch der Unterschied zwischen „Trans* Mann“, „trans* männlich“ und „Transmann“ liegt, müssen die Unwissenden wohl vorerst beim Gender-Institut ihres Vertrauens erfragen. Für dieses Gespräch sollte allerdings einige Zeit eingeplant werden.

Lesben- und Schwulenverband im Freudentaumel

Ganz vorne mit dabei ist der deutsche „Lesben- und Schwulenverband“, von dem bisher angenommen wurde, er setze sich für Lesben und Schwule ein. Also Männer, die sich zu Männern hingezogen fühlen, und Frauen, die auf Frauen stehen. Was hat nun ein homosexueller Mann davon, der nicht 24 Stunden am Tag über die Ausweitung von „binären Geschlechtsverhältnissen“ nachdenkt, weil er Steuergelder für Trans-Toiletten in Berlin-Kreuzberg erarbeiten muß?

Und so ganz einfach ist die Sache ja dann vielleicht doch nicht. Wird ein iranischer „Cross-Gender“ diese Option wirklich anklicken? Keine gute Idee. Zumindest hat Facebook Prioritäten gesetzt. Nun können deutsche Islamisten, die auf dem sozialen Netzwerk bisher ganz ungestört das „Schlachten der Ungläubigen“ propagieren, künftig auch zu ihrer „transfemininen“ Seite stehen. Herzlichen Glückwunsch. (ho)

Facebook unter der Lupe: Die wichtigen Themen angegangen Foto: dpa

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