Superwahljahr
Kampagne gegen Grüne in 50 deutschen Großstädten
Kampagne gegen Grüne in 50 deutschen Großstädten Foto: gruener-mist.de

Anti-Grünen-Kampagne
 

„Die Resonanz ist gewaltig und wir haben noch viel vor“

Seit einigen Tagen hängen in deutschen Städten großflächige Plakate, auf denen vor der Wahl der Grünen gewarnt wird. Die Kampagne unter dem Motto „Grüner Mist“ wirft den Grünen vor, sie stünden für Sozialismus, Bevormundung und Verbote ein. Darüber hinaus sorgten sie für Industrievernichtung, Arbeitsplatzvernichtung und Wohlstandsvernichtung. Auch setzte sich die Partei rund um die Vorsitzenden Annalena Baerbock und Robert Habeck für „Windradmonster“, „Genderirrsinn“, „LGBTQ-Propaganda“ und „Familienfeindlichkeit“ ein.

Offiziell ist die in Hamburg ansässige Conservare Communication GmbH für die Kampagne verantwortlich. Ihr Geschäftsführer David Bendels, der früher der CSU angehört hatte, trat in der Vergangenheit als Vorsitzender des „Vereins zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und bürgerlichen Freiheiten“ in Erscheinung. Im Interview mit der JUNGEN FREIHEIT spricht er über den Start der Aktion und die Motivation hinter der Anti-Grünen Kampagne.

Herr Bendels, ist die „Grüner Mist“-Kampagne mit Blick auf den Druck auf das Werbevermarkter Ströer und die Kritik auch von CDU-Politikern schon am Ende, bevor sie überhaupt richtig ins Laufen kam?

David Bendels
David Bendels: Geschäftsführer der Conservare Communication GmbH Foto: privat

Bendels: Nein, unsere Kampagne ist definitiv nicht am Ende. Sie hat gerade erst begonnen. Die Resonanz ist gewaltig, alle großen Medien berichten und wir sehen das auch auf Social Media und den Reaktionen von Linksextremen, die nun leider auch zu Gewalt aufrufen. Wir haben definitiv einen Nerv getroffen und wir haben noch viel vor.

Also wird Ströer dem Druck standhalten?

Bendels: Ja, wir sind uns sicher, daß Ströer diesem totalitären Druck von Links standhalten wird.

Warum warnen Sie vor der Wahl einer Partei und nicht für die Wahl einer bestimmten Partei, zum Beispiel Union, FDP oder AfD?

Bendels: Die Grünen sind die größte Gefahr für Deutschland. Sie stehen für Industrievernichtung, Ökosozialismus, totalitären Verbotsfetischismus. Sie gefährden Wohlstand und Arbeitsplätze. Die Grünen wollen in ihrem totalitären Furor verbieten und bevormunden. Bezeichnend sind nun auch die Reaktionen von CDU und SPD.

„Die CDU solidarisiert sich hier mit grünem Totalitarismus“

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak solidarisierte sich mit den Grünen und sprach von „Dreck, der von AfD- und NPD-nahen Kreisen über die Grünen ausgegossen wird“. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil meinte, „Grüner Mist“ sei „Rechter Müll“ und ergänzte, Demokraten hielten zusammen.

Bendels: Ja, die Reaktion der CDU hat uns in der Absurdität überrascht. Wobei: Da wächst nun wohl zusammen, was zusammengehört. Die CDU solidarisiert sich hier mit grünem Totalitarismus.

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Aus mehrere Städten gibt es bereits Fotos, die beschmierte und zerstörte Plakate zeigen. Was geschieht mit denen?

Bendels: Diese werden umgehend ersetzt.

Wie viele Plakate in wie vielen Städten ließen Sie anbringen?

Bendels: Derzeit sind es mehrere Tausend in rund 50 deutschen Großstädten.

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Wer steckt hinter der Kampagne und woher stammt das Geld? Es gibt bereits Vorwürfe, der Einmischung in den Bundestagswahlkampf aus dem Ausland?

Bendels: Die Kampagne wird von der Conservare Communication GmbH organisiert. Zu finanziellen Aspekten äußern wir uns nicht.

Also hat die AfD nichts damit zu tun, wie von einigen vermutet wird?

Bendels: Ich habe bereits mehrfach deutlich erklärt: Die Kampagne ist unabhängig und überparteilich. Die AfD hat mit der Kampagne nichts zu tun.

Kampagne gegen Grüne in 50 deutschen Großstädten Foto: gruener-mist.de
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