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Absurde Debatten

Eines hat die Diskussion über die „Kundus-Affäre“ klar vor Augen geführt: Die Debatte über die Frage, ob Deutschland sich im Krieg befindet oder nicht, ist absurd. Was in Afghanistan stattfindet, ist die moderne Form des Krieges – der asymmetrische Krieg. Es wird also höchste Zeit, daß sich der Bundestag auf diese Realität einstellt und nicht an völkerrechtlichen Vorstellungen festhält, die zu Beginn des letzten Jahrhunderts abgefaßt wurden.

 Vor allem ist die ganze Debatte verfälscht. Denn die Opposition tut gerade so, als wäre der jetzige Minister Karl-Theodor zu Guttenberg in der fraglichen Zeit Verteidigungsminister gewesen. War er aber nicht. Das war Minister Jung zur Zeit der Großen Koalition. Also war auch die Sozialdemokratie an den großen Beschlüssen beteiligt, die damals gefaßt wurden. Sie muß also zum Teil wenigstens über die Informationen verfügt haben, die Minister zu Guttenberg vorenthalten wurden.

Hinzu kommt, daß zu Guttenberg eine derartige Popularität genießt, daß er die übliche Zielscheibe politischer Intrigen geworden ist und – auch aufgrund seines Rangs und seines Vermögens – des Neids.

Prof. Dr. Peter Scholl-Latour ist Publizist und Auslandskorrespondent. Anfang November veröffentlichte er sein neues Buch „Die Angst des weißen Mannes“.

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