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Dialektik der Ohnmacht

Um den Israel-Besuch seines Präsidenten Hans-Gert Pöttering schon vorab ins rechte Licht zu rücken, hatte das Europäische Parlament eine „feierliche Sitzung“ der Knesset angekündigt. Die öffentliche Abfuhr für Pötterings Friedensvorschläge durch die Knesset-Vorsitzende Dalia Itzik kam allerdings einem Fußtritt gleich. Itzik hat keine Sorge, Europa könnte unter dem Eindruck ihrer Rüpeleien aufhören, zugunsten Israels sein Verhältnis zur islamischen Welt zu kompromittieren. Warum denn auch? Der sonst frühvergessene Außenminister Joschka Fischer hatte Beschlußvorlagen der EU, sofern sie sich gegen die israelische Selbstgerechtigkeit richteten, zuverlässig blockiert. Pöttering brachte nicht den Mut auf, Fischers Blankoscheck zu stornieren. Anstatt endlich einmal die realpolitischen Grundlagen für das Verhältnis zwischen Europa und Israel zu benennen, beschwor er wieder nur das „Bewußtsein einer besonderen historischen Verantwortung“. Wer sich so als moralisches Mündel seines politischen Gegenübers zu erkennen gibt, macht sich zur Witzfigur. Sein moralisches Lehensverhältnis macht Europa nach außen schwach und nach innen marode. Die Domestizierung durch ganz bestimmte „Lehren aus der Geschichte“ hindert es, eine am Eigeninteresse orientierte Gemeinschaftsräson zu formulieren. Unter dem Deckmantel von Menschenrechten und Religionsfreiheit wird der proislamischen Transformation Tür und Tor geöffnet. Als Dialektik europäischer Ohnmacht wird das auch auf Israel zurückschlagen.

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