Massenmord unserer Zeit

Der Begriff „Holocaust“ steht heute für den millionenfachen Massenmord an den Juden im Zweiten Weltkrieg. Jeder, der sich anschickt, diese Untat mit anderen Verbrechen zu vergleichen, wird medial verbrannt. Wer heute Massenmord als „Werk Satans“ bezeichnet, findet keine Aufmerksamkeit. Sagt man jedoch „Holocaust“, ist diese garantiert. Es ist also nicht verwunderlich, wenn nun auch der Papst in die Reihe der „Holocaust-Relativierer“ aufgenommen wurde. In seinem neuesten Buch „Erinnerung und Identität – Gespräche an der Schwelle zwischen den Jahrtausenden“ führt Johannes Paul II. aus, Hitler sei in seinem Tun von einem rechtmäßigen Parlament mit der Macht ausgestattet worden, die er auch für die Einrichtung der KZs mißbrauchte. Ebenso müßten heute die gesetzlichen Regelungen zur Abtreibung auf eine ähnliche Weise in Frage gestellt werden. Parlamente, welche Abtreibung erlauben, müßten sich im klaren sein, daß sie ihre Machtbefugnisse überschreiten und in einen offenen Konflikt mit dem göttlichen Gesetz und dem Naturrecht treten. Die Argumentation ist logisch und daher auch nicht angreifbar. Kritisieren kann man sie nur, wenn man die Abtreibung als eine rein körperliche Angelegenheit der Frauen auffaßt. Aber genau das ist sie nicht! Was dort in der Frau heranwächst ist, von Anfang an eine einzigartige Person, wie wir heute dank der Gentechnologie besser wissen als je zuvor. Abtreibungen sind ein im industriellen Ausmaß durchgeführter und „wissenschaftlich“ begründeter Massenmord unserer Zeit.

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