Falken gefährden den Sieg

Aufgrund aktueller innenpolitischer Faktoren scheint die CDU laut Umfragen nahezu aller Institute die Landtagswahlen in Hessen und Niedersachsen ungefährdet siegreich einzufahren. Doch „hinten sind die Enten fett“, weiß nicht nur der Kanzler, den voreilige Umfragetiefs kaum mehr schocken dürften. Und die Union scheint dieser Hoffnung Nahrung zu geben. Entgegen den Bedenken von bis zu 80 Prozent aller Deutschen gegen einen Irak-Krieg setzt die Union fest auf die „außenpolitische Glaubwürdigkeit“ – gemeint ist die Nibelungentreue zu den USA. Den Einwänden des Atlantikers Wolfgang Schäuble, die Regierung täusche das Wahlvolk darüber hinweg, daß sie ihren Antikriegskurs „gar nicht durchhalten kann“, stellt die CDU keine ernsthafte Alternative entgegen. Der außenpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Friedbert Pflüger, fordert sogar unverblümt eine militärische Beteiligung Deutschlands im Falle einer Zustimmung des UN-Sicherheitsrates zu den US-Kriegsplänen. Der „Falke“ Pflüger, der kritische Einzelstimmen aus Kreisen der CSU gern als „hanebüchen“ abkanzelt, wirft damit seinem niedersächsischen Parteifreund Christian Wulff einen wahltaktischen Knüppel zwischen die Beine. Denn sollte George W. Bush vor dem 2. Februar den Krieg beginnen, droht Wulff und auch dem CDU-Kronprinzen Roland Koch, der gegen den farblosen Gerhard Bökel ein leichtes Spiel zu haben scheint, daß der Wähler nicht über innenpolitische Wohlstandsthemen, sondern über Krieg und Frieden abstimmen könnte.

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