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Bitterer Postenschacher

Was ist nur mit der Führungsetage der Palästinensischen Autonomiebehörde los? Erst präsentierte Jassir Arafat stolz den möglichen Ministerpräsidenten, Mahmud Abbas. Bewegung schien in den Friedensprozeß zu geraten – schließlich sollte sich Arafat von seinem Alleinvertretungsanspruch verabschieden. Dies schien anscheinend tagelang zuviel für den 73jährigen gewesen zu sein: noch Stunden vor Ablauf einer Frist zur Bildung einer neuen Regierung stellte er sich quer. Zum Schluß schienen sich alle wieder einig. So manches Mal entpuppt sich der PLO-Chef als Bremser und Nörgler, infolge dessen sich die Ministerriege wie ein Hühnerhaufen präsentierte. Jeder möchte ein Pöstchen abhaben – immerhin gibt es sage und schreibe 22 Ministersessel zu verteilen! Dabei ist es nicht von der Hand zu weisen, daß fast alle Minister kaum Handlungsmöglichkeiten haben: die gesamte Infrastruktur der Palästinenser ist nach zweieinhalb Jahren erneuter Intifada derart zerschlagen, daß der einzig wirklich berechtigte Posten der eines Trümmerministers wäre. Was treibt also die gesamte Riege – allen voran Arafat – sich dem Spiel des Postengeschachers hinzugeben, während der Friedensschluß, vielmehr eine Richtlinie dafür, greifbar nahe ist? Das krampfhafte „sich an der Macht halten wollen“ von alten Mitkämpfern aus Kriegszeiten ist es nicht allein. Es bleibt der bittere Beigeschmack einer Vetternwirtschaft par excellence im noch nicht einmal völkerrechtlich existierenden Staat Palästina.

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