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Schlammschlacht um Twitter: Warum Elon Musk einen Kothaufen twittert

Schlammschlacht um Twitter: Warum Elon Musk einen Kothaufen twittert

Schlammschlacht um Twitter: Warum Elon Musk einen Kothaufen twittert

Elon Musk kämpft um die Übernahme des Kurznachrichtendienstes Twitter. Foto: picture alliance / Muhammed Selim Korkutata / AA
Elon Musk kämpft um die Übernahme des Kurznachrichtendienstes Twitter. Foto: picture alliance / Muhammed Selim Korkutata / AA
Elon Musk kämpft um die Übernahme des Kurznachrichtendienstes Twitter. Foto: picture alliance / Muhammed Selim Korkutata / AA
Schlammschlacht um Twitter
 

Warum Elon Musk einen Kothaufen twittert

SAN FRANCISCO. Die Schlacht um die Übernahme des Kurznachrichtendienstes Twitter durch Elon Musk wird immer bizarrer. Am Ende twitterte der Chef des Elektroautobauers Tesla einen Kothaufen – und antwortete damit dem Unternehmenschef Parag Agrawal. Musk fühlt sich getäuscht. „Je mehr Fragen ich stelle, desto größer werden meine Sorgen“, sagte der reichste Mann der Welt gestern während einer Konferenz. Übernimmt er Twitter, will er eine größere Meinungsvielfalt und auch Ex-US-Präsident Donald Trump wieder zulassen.

Er schätze, daß mindestens 20 Prozent aller Twitter-Accounts in Wirklichkeit Fake-Profile seien. Twitter spricht von lediglich fünf Prozent. Musk will den Kurznachrichtendienst für 44 Milliarden Dollar übernehmen. Allerdings hatte er den Deal kürzlich für „vorläufig ausgesetzt“ erklärt. Hätte Musk mit seiner Vermutung Recht, wäre der Kurznachrichtendienst das Zuhause von Bots, die manipulativ Tweets absetzen.

Twitter-Aktie auf Talfahrt

Daher will der Chef des Elektroauto-Herstellers Tesla den Preis drücken. Die Twitter-Aktie fällt derweil weiter. Sie ging gestern mit 37,38 Dollar aus dem Handel. Das liegt inzwischen rund ein Drittel unter den 54,20 Dollar je Aktie, die Musk den Aktionären von Twitter in Aussicht gestellt hat.

Twitter-Chef Parag Agrawal versuchte derweil mit mehreren Tweets zu erklären, mit welcher Methodik er die Zahl von Spam- und Bot-Accounts ermittele. Solche Schätzungen seien von außerhalb des Unternehmens schwer anzustellen, ergänzte Agrawal, und meinte damit Musk. Dieser reagierte mit einem Kothaufen-Emoji. Er fragte unter anderem, ob Twitter Nutzer mit verdächtig aussehenden Accounts einfach mal angerufen habe. Dies ist bei offiziell 229 Millionen täglichen Usern, aus denen Twitter die angeblich nur fünf Prozent Fake-Profile herausgerechnet hat, allerdings kein leichtes Unterfangen.

Schwerwiegende Falschinformation?

Der Multi-Milliardär sagte bei der Konferenz, ein deutlich höherer Anteil von Fake-Profilen als in den Kaufverhandlungen bekannt gegeben, sei eine schwerwiegende Falschinformation. Damit könnte er laut der Vereinbarung mit Twitter von der Übernahme zurücktreten.

Ob ein Gericht dies ebenfalls so sieht, ist jedoch unklar. Wahrscheinlich ist, daß Musk Twitter mit seinen Zweifeln an der gemeldeten Zahl der Bot-Accounts für einen günstigeren Preis erwerben möchte. Ein niedrigeres Gebot sei „nicht außer Frage“, sagte er während der Konferenz am Montag. Der Deal sollte eigentlich bis Jahresende abgeschlossen sein. Musk besitzt inzwischen neun Prozent der Twitter-Aktien. (fh)

Elon Musk kämpft um die Übernahme des Kurznachrichtendienstes Twitter. Foto: picture alliance / Muhammed Selim Korkutata / AA
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