Belgien

Drei Tote bei mutmaßlichem Terroranschlag in Lüttich

LÜTTICH. Ein mutmaßlich islamischer Terrorist hat in der belgischen Stadt Lüttich zwei Polizistinnen und einen Passanten erschossen. Zwei weitere Beamte wurden verletzt. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur AFP erschoß der Terrorist die beiden Polizistinnen mit deren Dienstwaffe. Zuvor hatte er auf sie eingestochen. Laut Augenzeugenberichten rief der Angreifer bei seiner Tat am Dienstagvormittag Allahu Akbar, berichteten belgische Medien.

Danach rannte er in eine Schule, wo er eine Putzfrau als Geisel nahm. Kurz darauf gelang es der Polizei, ihn zu erschießen. Nach offiziellen Angaben handelt es sich bei dem Mann um einen Freigänger, der unter anderem wegen Raubes einsaß. Er stand auf einer polizeilichen Überwachungsliste wegen Kontakten in die islamistische Szene.

Auch die belgische Staatsanwaltschaft geht mittlerweile von einem Terroranschlag aus. In den vergangenen Jahren ist Belgien immer wieder zum Anschlagsziel von Terroristen des Islamischen Staates geworden. Im März 2016 starben bei drei Selbstmordanschlägen in der Hauptstadt Brüssel 32 Menschen. 300 Personen wurden verletzt. (tb)

Die Polizei am Tatort in Lüttich Foto: picture alliance/ dpa

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