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„Volksbühne“: „Gewaltandrohungen“ gegen Schwarzen-Schwimmen? Polizei weiß von nichts

„Volksbühne“: „Gewaltandrohungen“ gegen Schwarzen-Schwimmen? Polizei weiß von nichts

„Volksbühne“: „Gewaltandrohungen“ gegen Schwarzen-Schwimmen? Polizei weiß von nichts

Vor der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz ist ein temporäres Schwimmbad aufgebaut. Wegen Sicherheitsbedenken haben die Berliner Volksbühne und der Verein «Each One Teach One» (Eoto) eine geplante Veranstaltung abgesagt. Das „Volksbad“ vor der Volksbühne: Im Internet wurde den Organisatoren unter anderem Rassismus gegen Weiße vorgeworfen. Foto: picture alliance/dpa | Christophe Gateau. Die JUNGE FREIHEIT hat deswegen bei der Polizei Berlin nachgefragt, wie viele Ermittlungen in Verbindung mit der Veranstaltung im „Volksbad“ eingeleitet wurden.
Vor der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz ist ein temporäres Schwimmbad aufgebaut. Wegen Sicherheitsbedenken haben die Berliner Volksbühne und der Verein «Each One Teach One» (Eoto) eine geplante Veranstaltung abgesagt. Das „Volksbad“ vor der Volksbühne: Im Internet wurde den Organisatoren unter anderem Rassismus gegen Weiße vorgeworfen. Foto: picture alliance/dpa | Christophe Gateau. Die JUNGE FREIHEIT hat deswegen bei der Polizei Berlin nachgefragt, wie viele Ermittlungen in Verbindung mit der Veranstaltung im „Volksbad“ eingeleitet wurden.
Das „Volksbad“ vor der Volksbühne: Im Internet wurde den Organisatoren unter anderem Rassismus gegen Weiße vorgeworfen. Foto: picture alliance/dpa | Christophe Gateau
„Volksbühne“
 

„Gewaltandrohungen“ gegen Schwarzen-Schwimmen? Polizei weiß von nichts

Angeblich haben die Organisatoren eines Schwimmangebots nur für Schwarze in Berlin „rassistische Droh-E-Mails und Gewaltandrohungen“ erhalten. Die JUNGE FREIHEIT hat die Polizei Berlin gefragt, wie viele Ermittlungen denn laufen.
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Eine Schwimmveranstaltung ausschließlich für Schwarze, das wollte die Berliner Volksbühne gemeinsam mit dem Lobbyverein Each One Teach One (Eoto) vor eineinhalb Wochen durchführen (JF berichtete). Zum Termin am 14. August hieß es: „In diesem Zeitraum ist das Volksbad exklusiv für schwarze Communitys geöffnet.“ Das Becken sei an diesem Tag nur von 18 bis 20 Uhr für alle anderen zugänglich. In der Ankündigung wurde darum gebeten, diese „kollektive Selbstbezeichnung und die damit verbundenen Räume zu respektieren“.

Der Eintritt zum Volksbad ist grundsätzlich frei. Karten und Zeitfenster werden über die Volksbühne vergeben. Die Anmeldung für die Extra-Öffnung nur für Schwarze erfolgte aber ausschließlich über den Schwarzen-Lobbyverein „Eoto“.

Gewaltandrohungen wegen Rassismus gegen Weiße

Der Plan löste noch vor der Umsetzung eine Empörungswelle aus. Im Internet wurde den Organisatoren unter anderem Rassismus gegen Weiße vorgeworfen. Einen Tag vor der Veranstaltung sagten schließlich die Volksbühne und der Lobbyverein diese ab.

Es sei nicht möglich, die physische und psychische Sicherheit der Kinder und Jugendlichen zu gewährleisten, „auch nicht durch Sicherheitskräfte und Polizei“, schrieb „Eoto“ in einer Stellungnahme. „Seit Beginn der öffentlichen Diskussion über die Veranstaltung erhalten wir rassistische Droh-E-Mails sowie Gewaltandrohungen und diskriminierende Kommentare auf Social-Media.“

Auch die Volksbühne erwähnte in einer Mitteilung, dass die Veranstaltung „Ziel rechter und rassistischer Hetze geworden“ sei. Der Intendant Matthias Lilienthal kündigte gegenüber dem Tagesspiegel an, Anzeigen bei der Polizei zu erstatten.

Ermittelt die Polizei nach „Volksbad“-Veranstaltung?

Die JUNGE FREIHEIT hat deswegen bei der Polizei Berlin nachgefragt, wie viele Ermittlungen in Verbindung mit der Veranstaltung im „Volksbad“ eingeleitet wurden. „Seitens der Polizei Berlin werden im genannten Sachzusammenhang keine Ermittlungen geführt“, antwortete eine Sprecherin.


Dabei äußerte sich bereits eine Vielzahl an Politikern zu den vermeintlichen Drohungen. „Gewaltandrohungen gegen ein Kunstprojekt sind genauso inakzeptabel wie die Bedrohung kritischer Stimmen“, sagte beispielsweise der Berliner Kultursenator, Stefan Evers (CDU). „Die ganze Stadt muss ein sicherer Ort sein. Für jeden Menschen, unabhängig davon, wie er aussieht, wen er liebt, an was er glaubt oder welche Meinung er vertritt.“

Laut der Spitzenkandidatin für die Abgeordnetenhauswahl, Elif Eralp (Linkspartei), die Absage wegen angeblicher Sicherheitsbedenken, „wie sehr Hass und Hetze um sich greifen“. Der Spitzenkandidat der Grünen, Werner Graf, nannte die Situationen einen „Skandal“.

Das „Volksbad“ vor der Volksbühne: Im Internet wurde den Organisatoren unter anderem Rassismus gegen Weiße vorgeworfen. Foto: picture alliance/dpa | Christophe Gateau
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