Anzeige
Anzeige

Buchrezension: Wie Deutschland auf eine Klippe zusteuert

Buchrezension: Wie Deutschland auf eine Klippe zusteuert

Buchrezension: Wie Deutschland auf eine Klippe zusteuert

Ein kleines Schiff mit einem Bundesadler auf dem Segel sinkt – Symbolbild für Deutschlands Krise
Ein kleines Schiff mit einem Bundesadler auf dem Segel sinkt – Symbolbild für Deutschlands Krise
Deutschland als sinkendes Schiff (Symbolbild). Foto: picture alliance / Ulrich Baumgarten | Ulrich Baumgarten
Buchrezension
 

Wie Deutschland auf eine Klippe zusteuert

Deutschland steckt in der Krise und wieder einmal erscheint ein Buch darüber. Kann der dissidente Linke Rolf Stolz dazu etwas Besonderes sagen? Er kann. Denn kaum einer forderte die Kehrtwende bisher so entschieden.
Anzeige

Die multiplen Krisen, die seit mindestens zwei Jahrzehnten Deutschland heimsuchen, sind von der Politik gemacht. Die Negativauslese beim politischen Personal hat dazu geführt, daß wir inzwischen von bestenfalls Naiven, Bildungsarmen, Inkompetenten, schlimmstenfalls von Ideologiegetriebenen beherrscht werden. Verschärfend kommt hinzu, daß dieses Personal mit subventionierten Medien und ebensolchen „Nichtregierungsorganisationen“, die in Wirklichkeit Regierungs-Helfershelfer sind, bis zum Einsatz von Gewalt durch die terroristische Antifa die Verfügungen der Regierung durchsetzt.

Nachdem die von einer ehemaligen Inoffiziellen Mitarbeiterin der Staatssicherheit Annetta Kahane gegründete Amadeu-Antonio-Stiftung das erste Denunziationsportal eröffnet hat, verbunden mit der Aufforderung, auch Äußerungen unterhalb der Strafbarkeitsgrenze zu melden, sind solche „Meldestellen“ wie Pilze aus dem Boden geschossen, auch von Ministerpräsidenten wie Hendrik Wüst protegiert. Damit man auch Bemerkungen unterhalb der Strafbarkeitsgrenze sanktionieren kann, erweckte die Politik den antiquierten Majestätsbeleidigungsparagraphen (JF berichtete) am 1. Januar 2021 in Form des Strafrechtsparagraphen 188 zu neuem Leben. Seitdem wird das Land mit Haussuchungen und Sanktionen wegen Politikerbeleidigung geflutet.

Heute ist die Linke zu einer reaktionären Kaste verkommen

Es gibt Dutzende, vielleicht schon Hunderte Bücher, die Aspekte der deutschen Krise oder die Lage insgesamt zutreffend analysieren. Es fehlt nicht an Warnungen und Aufforderungen nach dringenden Korrekturen. Die Reaktion der Politik darauf ist aber eine steigende Abschottung von der Realität und eine wachsende Ignoranz kritischer Stimmen, die aktuell darin mündet, sie einfach rigoros zu unterdrücken.

Das deutlichste Buch, das gegen die Zersetzung Deutschlands veröffentlicht wurde, stammt von einem in der Wolle gefärbten Linken: Rolf Stolz. Wer sein Opus „Notwende Deutschland“ liest, wird mit jeder Zeile daran erinnert, daß es einmal eine emanzipatorische, inspirierende Linke gab, die mit ihren Ideen und Handlungen zur Verbesserung der Welt beitragen wollte.

Heute ist die Linke zu einer reaktionären Kaste verkommen, die sich mit allen Mitteln gegen die Weiterentwicklung der Welt stemmt. Sie will die neuen Realitäten, die sich aus den revolutionären Veränderungen seit der Friedlichen Revolution 1989/90 ergeben haben, nicht anerkennen. Ihre Regierung mit einer inzwischen linken CDU zahlt immer noch Entwicklungshilfe, die lediglich umbenannt wurde, an Indien und China, die Deutschland längst abgehängt haben und dabei sind, ganz Europa zu marginalisieren.

Der moralische Wiederaufbau ist gescheitert

Stolz benennt deutlicher als viele andere die Lage Deutschlands. Er vergleicht das Land mit einem Segelschiff, das auf hoher See auf die Klippen zurast und das nur mit einer Notwende gerettet werden kann, die unter Aufbietung aller verfügbaren Kräfte erfolgen muß. Bisher wurden immer wieder Reformen von der Politik gefordert und angekündigt.

Rolf Stolz: Notwende Deutschland. 268 Seiten, Gerhard-Hess-Verlag, Jetzt beim JF-Buchdienst bestellen
Rolf Stolz: Notwende Deutschland. 268 Seiten, Gerhard-Hess-Verlag, Jetzt beim JF-Buchdienst bestellen

Statt Kurskorrekturen vorzunehmen, wurde die Welle der Probleme mit viel Geld lediglich vor sich her geschoben. Nun stehen wir kurz vor dem point of no return, den abzuwenden eine ähnliche Kraftanstrengung fordert wie der moralische und wirtschaftliche Wiederaufbau Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg. Der wirtschaftliche Wiederaufbau ist gelungen und hat Deutschland dank Ludwig Erhard einen nie dagewesenen Wohlstand  beschert.

Der moralische Wiederaufbau ist gescheitert. Ursache ist die von den NS-Tätern und ihren Kindern entwickelte Kollektivschuld-These, mit der sie die Verantwortung für ihre Verbrechen auf alle Deutschen abgewälzt haben.

Gehört Antifaschismus zur DNA der CDU?

Denn die wahnhafte Zwangsvorstellung einer noch dazu durch die Generationen vererbten angeblichen deutschen „Kollektivschuld“, die als Mechanismus der Entmündigung und Entrechtung wirkt, verweise auf überraschende Entwicklungslinien: Der machtbesessene Chauvinismus der NS-Zeit „spiegelt sich spiegelverkehrt im ‘Deutschland-verrecke’-Gebrüll und im Pseudo-Antifaschismus der ultralinken Antideutschen“.

Wobei der Antifaschismus längst nicht mehr auf die Antideutschen beschränkt ist, sondern laut Bundesfamilienministerin Karin Prien inzwischen zur DNA der CDU gehören solle (JF berichtete). In Deutschland gäbe es gegenwärtig drei Gruppen: „Die kleine Minderheit bewußter und aktiver Anhänger deutscher Selbstbestimmung, die kleine Minderheit ihrer unversöhnlichen Feinde“ und die breite Masse der Unentschiedenen und Orientierungslosen. Nur wenn es gelingt, diese Gruppe zu aktivieren, hat Deutschland eine Zukunft.

Aus der JF-Ausgabe 6/25.

Deutschland als sinkendes Schiff (Symbolbild). Foto: picture alliance / Ulrich Baumgarten | Ulrich Baumgarten
Anzeige
Anzeige

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles