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Thüringens Ministerpräsident: TU Chemnitz erkennt Mario Voigt Doktortitel ab

Thüringens Ministerpräsident: TU Chemnitz erkennt Mario Voigt Doktortitel ab

Thüringens Ministerpräsident: TU Chemnitz erkennt Mario Voigt Doktortitel ab

Mario Voigt spricht am Rednerpult im Thüringer Landtag, hebt die Hand an seine Brille und blickt angespannt nach vorn. Hintergrund ist eine Plenarsitzung, vor ihm mehrere Mikrofone. Mario Voigt im Thüringer Landtag: Die TU Chemnitz hat dem Ministerpräsidenten den Doktorgrad aberkannt. Foto: picture alliance/dpa | Sebastian Christoph Gollnow
Mario Voigt spricht am Rednerpult im Thüringer Landtag, hebt die Hand an seine Brille und blickt angespannt nach vorn. Hintergrund ist eine Plenarsitzung, vor ihm mehrere Mikrofone. Mario Voigt im Thüringer Landtag: Die TU Chemnitz hat dem Ministerpräsidenten den Doktorgrad aberkannt. Foto: picture alliance/dpa | Sebastian Christoph Gollnow
Mario Voigt im Thüringer Landtag: Die TU Chemnitz hat dem Ministerpräsidenten den Doktorgrad aberkannt. Foto: picture alliance/dpa | Sebastian Christoph Gollnow
Thüringens Ministerpräsident
 

TU Chemnitz erkennt Mario Voigt Doktortitel ab

Die Technische Universität Chemnitz erkennt Mario Voigt den Doktorgrad ab. Der Christdemokrat weist die Vorwürfe zurück. Nun will er sich dagegen wehren.
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CHEMNITZ. Die Technische Universität Chemnitz hat Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt den Doktorgrad aberkannt. Das bestätigte der Christdemokrat am Dienstag. Gegen die Entscheidung der Philosophischen Fakultät will er vor dem Verwaltungsgericht klagen. Zuerst hatte die Bild berichtet.

Voigt hatte 2008 mit der Dissertation Der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf. George W. Bush gegen John F. Kerry promoviert. Die Arbeit war überwiegend in den USA entstanden. Vorwürfe unsauberen wissenschaftlichen Arbeitens waren während des Landtagswahlkampfs 2024 öffentlich geworden (JF berichtete).

Nach Angaben Voigts beziehen sich die beanstandeten Stellen auf 2,58 Prozent der Wörter der Dissertation. „Der wissenschaftliche Kern meiner Arbeit ist von den Vorwürfen nicht betroffen“, sagte der Christdemokrat der Bild. Die Kritik betreffe überwiegend nicht ungekennzeichnete Übernahmen, sondern die Nutzung von Sekundärliteratur.

Voigt greift TU Chemnitz an

Ein von der TU Chemnitz beauftragter externer Gutachter kam im Februar 2025 zu dem Ergebnis, die Dissertation entspreche den wissenschaftlichen Anforderungen. „Der von der Universität eigens eingeschaltete unabhängige Sachverständige hat eindeutig bestätigt, daß meine Dissertation den wissenschaftlichen Anforderungen entspricht“, sagte der Ministerpräsident der Zeitung. „Warum die Universität ihrem eigenen Gutachten nicht folgt, ist für mich nicht nachvollziehbar.“

Die Universität leitete dennoch ein weiteres Prüfverfahren ein. Nach Darstellung von Voigts Anwälten führte der Promotionsausschuß im Frühjahr neue Bewertungsmaßstäbe für Plagiatsverfahren ein und wandte diese erstmals auf den laufenden Fall an. Zuvor mitgeteilte Kriterien seien fallengelassen worden.

Das Vorgehen kritisierte Voigt scharf. „In einem laufenden Verfahren die Spielregeln nachträglich und einschneidend zu verändern, ist – zurückhaltend formuliert – höchst ungewöhnlich“, sagte er der Bild. Auch wenn der Mensch nicht mit dem Doktortitel anfange, habe er Anspruch auf ein faires Verfahren. Das sehe er bei dieser Fakultät nicht. (sv)

Mario Voigt im Thüringer Landtag: Die TU Chemnitz hat dem Ministerpräsidenten den Doktorgrad aberkannt. Foto: picture alliance/dpa | Sebastian Christoph Gollnow
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