WASHINGTON. Die Vereinigten Staaten haben eine Verringerung der militärischen Unterstützung für ihre Partnerländer angekündigt. Im Einklang mit Washingtons nationaler Sicherheitsstrategie sollen diese künftig durch „entscheidende, aber begrenztere US-Hilfen“ dazu gebracht werden, die Verantwortung für die eigene Verteidigung selbst in die Hand zu nehmen, wie es in einem am Samstag veröffentlichten Papier unter dem Titel „2026 National Defence Strategy“ heißt. Dies betreffe auch die Stationierung von Truppenkontingenten in den unterschiedlichen Weltteilen.
The new National Security Strategy of the United States:
„As Alexander Hamilton argued in our republic’s earliest days, the United States must never be dependent on any outside power for core components—from raw materials to parts to finished products— necessary to the nation’s… pic.twitter.com/XWsBL6hxjL
— Under Secretary of State Jacob S. Helberg (@UnderSecE) December 5, 2025
Zudem wolle das Weiße Haus künftig sogenannte „Modellpartner“ aufbauen, denen ein Vorzug in Sachen „Waffenverkäufe, Partnerschaft in der Wehrindustrie und der Zusammenarbeit von Geheimdiensten“ eingeräumt werde – sofern diese ausreichend in ihre Verteidigung investierten und Sicherheitsbedrohungen selbständig angingen.
Washington nennt Rußland Aufgabe der Europäer
Rußland wird in dem Dokument als „andauernde, aber handhabbare Bedrohung für die östlichen Nato-Partner in absehbarer Zeit“ bezeichnet. Allerdings sei Moskau nicht dazu in der Lage „Anspruch auf die Hegemonie in Europa zu erheben“. Schon die deutsche Volkswirtschaft alleine stelle die russische in den Schatten, so die Analysten aus dem Pentagon.

„Folglich werden wir, auch wenn wir uns auch weiterhin auf dem europäischen Kontinent engagieren werden, uns in Zukunft darauf konzentrieren, unser Heimatland zu verteidigen und China abzuschrecken“, bilanziert die Verteidigungsstrategie für das laufende Jahr.
Sicherheitsfokus der USA seit 2018 in Bewegung
In der Nationalen Sicherheitsstrategie 2018 hatte es noch geheißen, daß die „zentrale Herausforderung“ der Vereinigten Staaten die beiden „revisionistischen Mächte“ Rußland und China seien. Auch damals saß Donald Trump im Oval Office. Das Papier für 2026 betont hingegen einen „America First“-Ansatz, der „priorisiert und abwägt“.
Dieser unterscheide sich „fundamental von den grandiosen Plänen der US-Regierungen nach dem Ende des Kalten Krieges“, die den Fokus nicht mehr auf „die konkreten Anliegen der Amerikaner“ gelegt hätten. Bereits Ende 2025 hatte die Trump-Administration mit einer neuen Sicherheitsstrategie die Prioritäten der US-Außenpolitik neu geordnet. (fw)





