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Anschlag auf Weihnachtsmarkt geplant?: Terrorverdächtiger Ägypter gegen Auflagen auf freiem Fuß

Anschlag auf Weihnachtsmarkt geplant?: Terrorverdächtiger Ägypter gegen Auflagen auf freiem Fuß

Anschlag auf Weihnachtsmarkt geplant?: Terrorverdächtiger Ägypter gegen Auflagen auf freiem Fuß

Polizisten patrouillieren auf einem Weihnachtsmarkt, der von Terror bedroht ist.
Polizisten patrouillieren auf einem Weihnachtsmarkt, der von Terror bedroht ist.
Foto: picture alliance / greatif | Florian Gaul
Anschlag auf Weihnachtsmarkt geplant?
 

Terrorverdächtiger Ägypter gegen Auflagen auf freiem Fuß

Im Dezember setzten die Sicherheitsbehörden in Bayern fünf Araber fest. Der Verdacht: Sie haben einen Terroranschlag auf einen Weihnachtsmarkt geplant. Doch mittlerweile befindet sich keiner von ihnen mehr in Haft – aus unterschiedlichen Gründen.
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DINGOLFING. Ein Gericht hat den Haftbefehl gegen einen ägyptischen Terrorverdächtigen in Bayern gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Das bestätigte die Generalstaatsanwaltschaft München am Donnerstag auf Nachfrage der JUNGEN FREIHEIT. Gegen den 56jährigen war im Dezember Haftbefehl ergangen, weil er im Verdacht steht, drei Marokkaner zu einem tödlichen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt „mittels eines Fahrzeugs“ angestiftet zu haben (JF berichtete).

Die Anstiftung soll sich in einer Moschee im Landkreis Dingolfing-Landau zugetragen haben. Die Bild hatte seinerzeit berichtet, der Ägypter sei als Vorbeter tätig. Allerdings will die Staatsanwaltschaft nach wie vor nicht darüber informieren, um welche Moschee es geht und ob der Mann für einen Moscheeverband tätig ist. Gegenüber der JF bezeichnete Oberstaatsanwalt Sebastian Murer die nun erteilten Auflagen für den Ägypter als „streng“.

Terrorverdächtig Marokkane bereits abgeschoben

Beendet wurde derweil der Präventivgewahrsam gegen einen 37jährigen Syrer. Ihm hatte die Staatsanwaltschaft im Dezember vorgeworfen, die Marokkaner in ihrem Entschluß zu einem Anschlag bestärkt zu haben. Warum der Haftbefehl gegen den Ägypter ausgesetzt und der Präventivgewahrsam gegen den Syrer beendet wurde, blieb zunächst unklar.

Die Staatsanwaltschaft teilte der JF zudem mit, daß die drei tatverdächtigen Marokkaner „direkt aus der Untersuchungshaft in ihr Heimatland abgeschoben wurden“. Sie hatten sich nach Erkenntnis der Ermittler zur Umsetzung des Anschlags bereit erklärt. Die Generalstaatsanwaltschaft stimmte den Abschiebungen zu, wie es laut Aufenthaltsgesetz erforderlich ist.

Die Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft dauern noch an. Die Polizei gab im Dezember an, von einem islamistischen Tatmotiv auszugehen. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) lobte seinerzeit, der Fall belege eindrucksvoll „die gute Reaktions- und Leistungsfähigkeit unserer Sicherheitsbehörden“. Das zeige: „Wir sind in der Lage, unsere Bürgerinnen und Bürger zu schützen!“ (ser)

Foto: picture alliance / greatif | Florian Gaul
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