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„Gerechtigkeitsstudie 2023/24“ der Uni Bielefeld: Schüler trauen sich nicht mehr, ihre Meinung zu sagen

„Gerechtigkeitsstudie 2023/24“ der Uni Bielefeld: Schüler trauen sich nicht mehr, ihre Meinung zu sagen

„Gerechtigkeitsstudie 2023/24“ der Uni Bielefeld: Schüler trauen sich nicht mehr, ihre Meinung zu sagen

Kapuze auf und unerkannt über den Schulhof – unerkannt fühlen sich viele Jugendliche auch im Klassenzimmer, wie jetzt eine Studie der Uni Bielfeld herausgefunden hat Montage: Bayer/picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann / SVEN SIMON
Kapuze auf und unerkannt über den Schulhof – unerkannt fühlen sich viele Jugendliche auch im Klassenzimmer, wie jetzt eine Studie der Uni Bielfeld herausgefunden hat Montage: Bayer/picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann / SVEN SIMON
Kapuze auf und unerkannt über den Schulhof – unerkannt fühlen sich viele Jugendliche auch im Klassenzimmer, wie jetzt eine Studie der Uni Bielfeld herausgefunden hat Montage: Bayer/picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann / SVEN SIMON
„Gerechtigkeitsstudie 2023/24“ der Uni Bielefeld
 

Schüler trauen sich nicht mehr, ihre Meinung zu sagen

Eigentlich sollen Schulen ein Hort der Freiheit sein. Aber um die Meinungsfreiheit steht es laut einer neuen Studie nicht gut an deutschen Bildungseinrichtungen. Immer mehr Schüler zensieren sich selbst.
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BIELEFELD. Jeder dritte Jugendliche in Deutschland hat das Gefühl, seine Meinung in der Schule nicht mehr frei sagen zu können. 33 Prozent gaben bei der am Dienstag veröffentlichten „Gerechtigkeitsstudie 2023/24“ der Universität Bielefeld an, im Unterricht nicht mehr offen reden zu können. Jeder fünfte (20 Prozent) äußerte gar, dem Lehrer keine ehrlichen Fragen stellen zu können.

Die „Gerechtigkeitsstudie“ erscheint einmal jährlich und wird vom Pharmakonzern Bayer in Auftrag gegeben. Die hohen Mißtrauenswerte bei vielen Jugendlichen würden sich auch in ihrem Verhältnis zur Politik spiegeln, wie der Studienleiter, der Erziehungswissenschaftler Holger Ziegler erläuterte: „In ihrer Wahrnehmung sind sie von der Politik ungesehen und ungehört.“

Die Jugend: Machtlos, frustriert und alleingelassen?

Dabei korreliere die Anzahl der Schüler, die mit der Meinungsfreiheit an ihrer Schule unzufrieden sind, mit der Anzahl derer, die der Demokratie in Deutschland ein schlechtes Zeugnis ausstellen. 78 Prozent der Jugendlichen seien der Überzeugung, keinen Einfluß auf die Politik zu haben. 72 Prozent dächten gar, Politiker interessierten sich nicht für sie. 57 Prozent der Jugendlichen zweifelten sogar am Willen von Politikern, Probleme überhaupt lösen zu wollen.

„Obwohl sie sich von der Gesellschaft und der Politik nicht genug gesehen fühlen, machen sie sich trotzdem auch Sorgen um andere Bevölkerungsgruppen, wie zum Beispiel Rentnerinnen und Rentner“, fügte Ziegler weiter aus. Die Vorurteile gegenüber der jungen Generation, diese „würde sich nur für sich selbst interessieren“ könne durch die Studie also keinesfalls bestätigt werden. 65 Prozent der Jugendlichen fänden, daß zu wenig für Rentner getan wird. Für die „Gerechtigkeitsstudie“ wurden im November und Dezember 2023 insgesamt 1.230 Kinder und Jugendliche befragt. (fw)

Kapuze auf und unerkannt über den Schulhof – unerkannt fühlen sich viele Jugendliche auch im Klassenzimmer, wie jetzt eine Studie der Uni Bielfeld herausgefunden hat Montage: Bayer/picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann / SVEN SIMON
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