FRANKFURT/MAIN. Radikale Klima-Demonstranten der Gruppe „End Fossil: Occupy“ sind in der Frankfurter Goethe-Universität bei einer Protestaktion mit Polizisten aneinandergeraten. Sie hatten einen Hörsaal besetzt und verletzten bei der Räumung mehrere Beamte.
Nach Angaben der Polizei forderten sie unter anderem „Klimagerechtigkeit“ und erhielten bei ihrer Aktion Unterstützung vom „Allgemeinen Studierendenausschuß“ (AStA). Die Universität habe als Reaktion auf den Protest Anzeige wegen Hausfriedensbruchs gegen die rund 50 Klima-Demonstranten erstattet. Die Beamten rückten daraufhin zur Räumung an. Der Hochschulleitung zufolge waren sämtliche Verhandlungsangebote seitens ihres Kanzlers zuvor abgelehnt worden.
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Mehr InformationenDer AStA widerspricht der Darstellung der Universität. Die Demonstranten und die Vertreter der Studentenschaft hätten „durchgängig Gespräche mit dem Kanzler geführt“ und „auf eine Deeskalation der Lage hingewirkt“. Den Polizei-Einsatz hält der Studentenausschuß für unverhältnismßig.
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Mehr InformationenFDP-Politiker will reden – die Klima-Demonstranten nicht
Der thüringische Landtagsabgeordnete Stefan Naas (FDP) suchte nach eigenen Angaben vor Ort den Dialog mit den Demonstranten. Diese hätten allerdings das Gespräch verweigert und ihn des Hörsaals verwiesen. „Erst wollte man mich nicht hereinlassen, dann nicht reden, dann wurde das Mikro abgedreht. Dann wurde ich herausgeworfen. Das ist nicht freiheitlich, das ist autoritär!“, beschwerte er sich gegenüber der Bild-Zeitung.
Laut der Polizei weigerten sich vier der Klima-Demonstranten, den Hörsaal zu verlassen. Zwei von ihnen sollen zwei Beamte bei der Räumung schließlich unvermittelt attackiert und ihnen gegen den Kopf beziehungsweise ins Gesicht geschlagen haben. Die beiden Angreifer und ein weiteres Mitglied seien vorläufig festgenommen worden, befänden sich mittlerweile aber wieder auf freiem Fuß. (JF/zit)