MÜNCHEN. Die Entlassung des Chefdirigenten der Münchner Philharmoniker, Waleri Gergijew, wegen dessen Nähe zu Rußlands Staatschef Wladimir Putin hat Kritik ausgelöst. Die frühere Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) twitterte: „Und jetzt übertreiben wir wieder. In politischen Positionen kann ich das verstehen. Darüber hinaus halte ich derartige Gesinnungsprüfungen für albern und kontraproduktiv.“
Es gebe kein Anrecht auf eine solche Position. „Aber er wird ja aktiv entlassen, und mir ist nicht bekannt, daß er berufliche Anforderungen nicht erfüllt hat“, ergänzte die frühere CDU-Politikerin auf Nachfrage eines Nutzers. Kurz darauf ruderte sie zurück. Sie habe inzwischen Hinweise erhalten, wonach Gergijew „in der Vergangenheit aktiv Propaganda für Kriegshandlungen Rußlands gemacht hat“. Damit sei der Fall anders zu bewerten.
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Mehr InformationenDer Regisseur und Drehbuchautor Thomas Bohnen sprach von „Gratismus“ und schrieb: „Ist bekannt, ob Reiter (Münchens Oberbürgermeister, Anm.) bereits ein Parteiausschlußverfahren gegen seinen Parteifreund Gerhard Schröder initiiert hat?“.
Gergijew soll Kremlchef Putin nahestehen
Damit spielte er auf die engen Verbindungen des früheren Kanzlers und SPD-Politikers mit Rußland an. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hatte Montag vormittag mitgeteilt, Gergijew habe ein Ultimatum verstreichen lassen, sich von Rußlands Angriff auf die Ukraine zu distanzieren. Der Dirigent ist auch Intendant des Mariinski-Theaters in Sankt Petersburg und Träger des Titels „Held der Arbeit der Russischen Föderation“. Er soll Kremlchef Putin nahestehen und sich wohlwollend über die russische Annexion der Halbinsel Krim geäußert haben.
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Mehr InformationenDer AfD-Bundestagsabgeordnete Stephan Brandner fragte: „Und mit Gerhard Schröder passiert nun was?“ Auch zahlreiche andere Nutzer kritisierten die Entscheidung.
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Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenAndere wiederum kritisierten, daß der Rauswurf zu spät erfolgt sei.
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Mehr Informationen(ls)