Pädophilie-Vorwürfe: Streit um Wikipedia-Eintrag zu Grünen

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Wikipedia auf Handy-Bildschirm: Artikel zu Pädophilie-Debatte soll gelöscht werden. Foto: Imago

BERLIN. Ein Wikipedia-Artikel zum Einfluß von Pädophilen auf die Grünen in den achtziger Jahren soll gelöscht werden. Mehrere Nutzer der „freien Enzyklopädie“ beantragten die Tilgung des Textes. Begründung: In dem Artikel werde „vor allem gegen die Person Daniel Cohn-Bendit“ und „pädophile Einzelpersonen“ gehetzt, um die Grünen zu „diskreditieren“.

Zudem sei der noch bestehende Wikipedia-Eintrag „durchwirkt von persönlichen Angriffen auf Einzelpersonen (z.B. auf die Personen Cohn-Bendit, Volker Beck, Herrmann Meer, sog. ‘Stadtindianer’ etc.).“ Bei den „Stadtindianern“ handelt es sich um eine linke Gruppierung, die sich innerhalb der Grünen dafür einsetzte, sexuelle Handlungen zwischen Jugendlichen und Kindern mit Erwachsenen zu „entkriminalisieren“.

Medienkampagne gegen die Grünen?

In der Löschbegründung heißt es weiter: „Es gibt keine ‘Pädophilie-Debatte’, sondern eine im Bundestagswahlkampf 2013 aktuelle politische Medien-Kampagne.“ In den vergangenen Wochen hatten sich immer mehr Grünen-Politiker zu den Vorgängen während der ersten Jahre der Partei geäußert.

So zeigte sich etwa Grünen-Chef Cem Özdemir bestürzt über die neuen Pädophilievorwürfe gegen seine Partei. „Diese Berichte machen uns sehr betroffen“, sagte er der Welt. „Wir nehmen die Informationen, wonach jemand, der Kinder mißbraucht hat, bei den Grünen engagiert war und wonach in dessen Umfeld eine grüne Veranstaltung stattfand, sehr ernst.“

Immer neue Vorwürfe

Zuletzt hatte der Mitbegründer der Partei, Eckhard Stratmann-Mertens, den Grünen-Europa-Abgeordneten Daniel Cohn-Bendit schwer belastet. Cohn-Bendit hatte in den siebziger und achtziger Jahren über intime Kontakte mit Kindern berichtet, später seine Äußerungen aber als fiktiv abgetan und als Provokation dargestellt.

Stratmann-Mertens, der für die Grünen von 1983 bis 1985 und von 1987 bis 1990 im Bundestag saß, aus Streit über den Kosovo-Einsatz der Bundeswehr die Partei aber 1999 verließ, bezeichnete Cohn-Bendits nachträgliche Erklärungen als unglaubwürdig. Dem WDR sagte er: „Ich war damals ja auch als Student in Frankfurt, als Cohn-Bendit und Joschka Fischer da waren. Ich habe an denselben Demonstrationen teilgenommen. Und ich muß sagen: Ich glaube Cohn-Bendit kein Wort, wenn er seine Äußerungen zum Sex mit Kindern heute als Provokation, als reine Theorie hinstellt.“ (ho)

Kommentare

  1. Gerd Fischoeder meint

    Cohn Bendit
    Na jut, dann eben Fantasie, ist strafrechtlich eh verjährt.Aber das jemand mit so einer dreckigen Denke ( Der Große Basar ) die Grünen in Brüssel vertritt, sagt wohl alles über diese Partei und wer sie steuert.

  2. Wahr-Sager - meint

    Komisch. Wenn es gegen rechts geht, dann ist eine Diskreditierung dieser auf Wikipedia kein Thema. Aber wehe, es trifft die Etablierten, dann gelten andere Maßstäbe.

  3. Klaus Hoffmann meint

    Jetzt haben die Grüninnen gerade mit dem Veggy-Day gerade einen Coup gelandet, der die Pädophilendiskussion und die diesbezüglichen Vorwürfe in den Hintergrund treten lassen.

    Und nun kommt die böse “JF” und macht alles wieder kaputt.

    Die Welt ist ungerecht.

  4. Erwin der Querdenker meint

    Da soll wohl mit aller Macht eine Glocke des Schweigens über diese perversen Bestrebungen der Grünen in den 1980er und 1990er Jahren gelegt werden.

    Verantwortungsbewußtsein und Selbstkritik werden sie bei dieser Partei wohl kaum finden. Das verbietet sich schon durch die Selbstgerechtigkeit ihrer Entscheidungsträger.

    Das sind typisch linke Eigenschaften, die sie nicht nur bei diesem pädophilen Hintergrund feststellen können.
    Sie haben schon immer ein gebrochenes Verhältnis zu unserem Rechtsstaat gehabt. Diese selbstgerechte ideologische Einstellung der Grünen kennt nur die eigene Gesinnung als Maßstab ihrer “wahren” Rechtsinstanz an und versucht geltendes (verhaßtes bürgerliches) Recht entsprechend auszuhöhlen und “umzuinterpretieren”.

  5. Hans Meyer meint

    Es ist höchste Zeit, dass es auch mal eine Kampagne gegen Grüne gibt. Ein gewisser Ausgleich zu den endlosen Kampagnen der grünen Mediennetzwerke gegen alles, was europäisch, christlich, deutsch ist, ist aus hygienischen und demokratischen Gründen dringend geboten.
    Es sollte jeden Tag Kampagnen gegen die Grünen geben. Morgen z.B. “Wie die grünen Journalisten mit dem Fukushima-Schwindel Baden-Württemberg übernahmen – und in nur zwei Jahren vom Musterländle zum Problemland machten”.
    Wahrheit ist immer nötig.

  6. Otto Ohnesorge meint

    Die Grünen sind nicht nur die Verbotspartei.

    Die mit den Unterabteilungen für Umvolkung, Euro und EU, Islamisierung, Türkei-Beitritt, Feminismus und Gender, frühzeitige Politisierung usnerer Kinder, sondern auch für freie Sexualität und sämtliche Spielarten davon.

    Sie sind auch die Partei, die sich im Besonderen für das “Wahrheitsministerium” in “1984″ qualifiziert hat.

    Alle Einträge löschen, die nicht genehm sind?
    Dann durch genehme ersetzen?

    Geniale Idee für Diktatoren.

    Die haben von Orwell wahrlich gelernt.

    Nur, da haben sie viel zu tun. Alles im Internet zu löschen, wird nicht einfach sein.

    Da hatten es die Mitarbeiter im Wahrheitsministerium einfacher.

    Hauptsache, die bleiben damit in den Schlagzeilen.
    Vielleicht wirkt es ja.

  7. Frank Geisenau meint

    Jetzt müßte man sämtliche “Rechtsgesinnten”, welche angeblich pädophil sind oder waren ausgraben.

    Dann wäre ich mal auf die Argumentationskette der “Grünen” gespannt.

    Aber deren Verbrecher werden auch so ihre Richter finden.

  8. Peter Reinicke meint

    Kein Wunder, daß die Grüne Klientel den Artikel unbedingt löschen will, weil er nicht ins Konzept der unangreifbaren politisch-moralischen Selbstvermarktung passt.

    Der Artikel ist hervorragend recherchiert, fundiert und mit zahlreichen Quellen belegt. Man sollte ihn zum Exezellenz-Artikel vorschlagen, wenn die ideologischen Schlachten der Rechthaberei bei Wikipedia nicht noch bedeutend schärfer geführt würden als in jeder Kommentarspalte.

    Falls es den Grünen Polit-Kadern aber gelingt diesen spannenden Artikel wegzuempören und auszuschalten, ist Wikipedia gewiss als ausreichend objektive Quelle mit weitgehender politischer Distanz endgültig ausgeschieden.

  9. THOMAS MARX meint

    Cohn-Bendits Einlassung: “Es sei nur Provokation gewesen” ist auf derselben Stufe der Niederträchtigkeit, wie: “Sie haben es ja selber gewollt”, oder: “Sie haben MICH provoziert”. Pädophilenbilder im Internet sind auch keine richtigen Kinder, es sind “nur” Bilder. Und sie provozieren: zum Wichsen und zum Weitermachen. Es gibt hier keine “Provokation” und es gibt hier keine “Toleranz”. Man kann Pädophile auch nicht “diskreditieren”. Sie haben keinen “Kredit”, keine´Ehre, die zu beschädigen wäre. Sie sind genau das, als was man sie bezeichnet: Notgeile kleine Drecksäcke. Weg damit.

  10. THOMAS MARX meint

    Was ist das Schlimme an der Pädophilie? Es ist nicht, dass Kinder rechtlich nicht “einwilligungsfähig” sind, es ist, dass Kinder aufgrund des extremen Machtunterschiedes nicht “ablehnungsfähig” sind. Die gleiche Konstellation findet man nur in der Vergewaltigung und in der Zwangsprostitution. Deshalb gibt es hier kein: “Es war nur Provokation”. Es gibt nur ein “Nein”. Ende der Durshsage.

  11. Michael Schwarz meint

    Ca 15% gehen den Grünen auf den Leim:

    Die einen, weil sie nur sehen ( wollen), daß die ein paar nicht zukunftsfähige Lebensstile abschaffen wollen wie z.B. Zigarettenautomaten oder die Lichtverschmutzung des Nachts.

    Die anderen, weil besonders sie ja jede Menge nichtzukunftsfähige Lebensstile gefördert und subventioniert wissen wollen wie z.B. den Genderismus, die “Erziehung zur sex. Vielfalt”, CSDs anstelle von Fronleichnamsprozessionen , die Islamisierung usw.

    So verschieden die grüne 15%- Klientel auch ist, so ist die sich doch darin einig, die arg verspäteten Pädophilie-Vorwürfe zu belächeln – denn als in den 80ern Grüne den straflosen Sex mit Kindern forderten, fielen weder die Kirchen noch die Union noch Karlsruhe über sie her

  12. Burt Marchoteu meint

    Grünes Lamento!

    Nein, nein, der Daniel war nur rein virtuell aktiv, sein Hosenlatz blieb immer… Na ja – irgendwas halt. Er ist völlig unschuldig, das beweist doch schon der Karlspreis!

    Die Grünen sind niemals eine Verbotspartei, nein im Gegenteil, sie sind sogar für die Freigabe von Pädophilie! Wer außer uns kann das von sich behaupten!

    All dieses rechte Gezocks will nur die politische Vernichtung von unseren besten Parteiführern, Daniel, Volker, Joschka usw.
    Tritten und Kretschmar waren auch nur zur Unterwanderung der bösen Kommunisten und für die Befreiung der Menschheit von den Roten Zellen dort aktiv.

    Wir haben Euch alle lieb und wollen auch niemals Euer Geld! Bleibt uns und unserem EEG bitte treu!

    Eure Claudia!

  13. Jorge Salvador meint

    Koennte es nicht so gewesen sein:
    Jene Kinder haben Cohn-Bendit verfuehrt. Demzufolge war der arme Cohn-Bendit das Opfer.
    Kann man gegen jene Kinder von damals juristisch vorgehen?

  14. Käptn Iglo meint

    Willkommen in der netten Welt der Wikiblödia. Ist die Kampagne genehm, dann nennt man sie Debatte, ist eine Debatte aber “unschön” (im Sinne der linksgrünen “Progressiven”), wird sie zur Kampagne. Da verhält es sich wie die “Lobbygruppe” zur “NGO”. Beides das selbe, aber es werden unterschiedliche Rezeptoren aktiviert. Das eine ist eben “gut”, das andere “böse”.
    Im Übrigen gilt immer noch:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/10/Beziehung_zwischen_Wikipedia_und_der_Presse.svg
    D.h. wenn nicht mindestens jeweils ein Alt-68er und ein Online-Praktikant einen Artikel über etwas in Qualitätsmedien wie etwa “Spiegel Online” oder dem “a.i.d.a. Archiv München” veröffentlicht haben, kann es darüber keinen WP-Eintrag geben.

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