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Neue Technologien: Biologische Hintergründe des Terrors

Eines haben die Bombenanschläge in Spanien wohl gezeigt: Man darf al-Qaida nicht unterschätzen. Logistisch nicht und intellektuell schon gar nicht. Die kurze Botschaft, mit der die Anschläge begründet wurden, enthält eine ganze Philosophie: „Ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod.“ Das ist natürlich an dieser Stelle gar nicht auszuschöpfen. Zunächst einmal hat der Verfasser gut beobachtet: „Ihr liebt das Leben“, deshalb sind die Lebenswissenschaften in den letzten zehn Jahren zur Leitwissenschaft geworden. Und was wären die Todeswissenschaften? Selbstverständlich die Literatur, angefangen bei der Bibel, die heute nur noch mit Ketchup zu genießen ist, Platon, Goethe, Shakespeare, Karl Marx, alles tot, genau wie der Koran, nur daß der Tod dort eben gefragt ist, bei uns nicht. Erinnert sich noch jemand an Jacques Derrida? Auf originelle Weise hatte der Philosoph noch einmal versucht, der „Schrift“ etwas von ihrer Heiligkeit zurückzugeben, aber Studenten und Studentinnen westlicher Prägung möchten gut Geld verdienen, weil Geld sexy macht, teils indirekt durch Styling eines Superbodys, was nun mal einiges kostet, teils auch direkt dadurch, daß erfolgreiche Menschen einen gewissen Duft ausströmen, dem sich der Sexualpartner kaum entziehen kann. Es ist ein Irrtum, anzunehmen, daß islamistische Fanatiker beschränkt seien. Sie haben sogar Freud gelesen: Es gibt einen Sexualtrieb und einen Todestrieb. Mehr nicht. Man muß sich also entscheiden. Verwirrend erscheint anfangs, daß die Fanatiker offenbar auch über einen Sexualtrieb verfügen, denn sie pflanzen sich fleißig fort. Das ist aber ganz logisch. Lebewesen, die nicht lange leben, haben immer viele Nachkommen. Mäuse leben maximal zwei Jahre, Fruchtfliegen noch kürzer, ihre Nachkommen sind zahllos. Eine Kultur, die vom Todestrieb beherrscht ist, zwingt zum Sex, und wie bei allem, was man tun muß, bringt man es schnell hinter sich, um sich in den Freiheitsraum zu begeben. Dort setzt sich der Fanatiker zum Beispiel mit dem Gedanken eines Selbstmordattentats auseinander. Da kann er seine Persönlichkeit entfalten. Es gibt kein Muß. Ganz anders bei uns: Da wir alle alt werden wollen und die meisten es auch schaffen, brauchen wir keinen Nachwuchs. Wir hätten gar keinen Platz dafür. Daher ist die sexuelle Betätigung rein freiwillig, und wir setzen uns ausführlich damit auseinander. Das finden wir genauso interessant wie der Islamist oder die Islamistin das Zünden von Bomben. So wäre jeder zufrieden, wenn es nicht die Bedrohung durch die Gentechnik gäbe. Mitten aus unserer schönen Leitwissenschaft ergibt sich die Möglichkeit eines neuen Menschen, der nicht nur frisch ist wie der Säugling allgemein, sondern anders. Dann aber wären wir doch wieder gezwungen zu sterben, denn wo sollte dieser neue Mensch sonst eine Wohnung finden? Vielleicht ist es doch an der Zeit, von anderen Kulturen zu lernen.

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