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Wirtschaftsbericht: Rezessionsangst treibt deutsche Unternehmen um

Wirtschaftsbericht: Rezessionsangst treibt deutsche Unternehmen um

Wirtschaftsbericht: Rezessionsangst treibt deutsche Unternehmen um

Rezessionsgefahr droht, wenn die Maschinen auf der Baustelle stillstehen wie auf dem Bild.
Rezessionsgefahr droht, wenn die Maschinen auf der Baustelle stillstehen wie auf dem Bild.
Stillstand auf der Baustelle: Deutschlands Unternehmer befürchten eine Rezession Foto: picture alliance / Zoonar | Andreas Pulwey
Wirtschaftsbericht
 

Rezessionsangst treibt deutsche Unternehmen um

Von wegen Optimismus im neuen Jahr! Deutschlands Unternehmen blicken mit sorgenvoller Miene in die Zukunft und erwarten Verluste. Zwar gibt es Branchen, die hoffen können – aber gerade eine Unternehmenssparte leidet derzeit besonders. Dabei hatte die Bundesregierung Hilfe zugesagt.
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KOELN. Deutsche Unternehmen erwarten ein verlustreiches Jahr 2023. Das ergab die aktuelle Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft. Demnach rechnen zwei von fünf Unternehmern dieses Jahr mit Einbußen. Ein Drittel geht von einer wirtschaftlichen Stagnation aus. Nur jeder vierte erwartet dagegen ein besseres Geschäftsjahr.

Vergangenes Jahr hofften deutsche Unternehmen nach dem Ende der Corona-Maßnahmen noch auf eine schnelle ökonomische Erholung. Aber vor allem hohe Energiekosten und Rohstoffknappheit setzten der Wirtschaft stark zu. Nun blicken deutsche Unternehmer deutlich pessimistischer ins neue Jahr.

Deutschlands Baubranche trifft es besonders hart

„In der Corona-Pandemie konnten manche Regionen die Krisenfolgen noch wegen ihrer strukturellen Gegebenheiten abfedern“, verdeutlichte IW-Konjunkturforscher Michael Grömling. „Die Energieversorgung bleibt unsicher, das trifft alle Teile des Landes gleichermaßen. Für das neue Jahr ist das keine gute Nachricht. Deutschland steht vor einer neuen Rezession.“

Ein differenziertes Bild geben die einzelnen Branchen ab. Einzig IT- und Medienwirtschaft erwarten volle Auftragsbücher. Andere Branchen stellen sich eher auf eine Rezession ein. Neben dem Handel ist auch in der Industrie die Stimmung düster. Der Anteil der pessimistisch gestimmten Unternehmen ist mit 39 Prozent hoch, nur 28 Prozent schauen positiv auf 2023. Besonders schlecht ist es um die Baubranche bestellt.

Mehr als die Hälfte der dort tätigen Unternehmen erwartet einen Umsatzrückgang im neuen Jahr – was einen Anstieg um mehr als 20 Prozent im Vergleich zum Sommer 2022 darstellt. Dagegen hoffen gerade einmal 15 Prozent auf ein wirtschaftliches Wachstum. Das sind besonders dramatische Werte, da die Bundesregierung angesichts knappen Wohnraums eigentlich eine „Bauoffensive“ angekündigt hat. (JF)

Stillstand auf der Baustelle: Deutschlands Unternehmer befürchten eine Rezession Foto: picture alliance / Zoonar | Andreas Pulwey
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