Anzeige
Anzeige

Sparfähigkeit sinkt: Sparkassen warnen vor „Einschlag“: Jahrhundert-Inflation läßt Mittelstand verarmen

Sparfähigkeit sinkt: Sparkassen warnen vor „Einschlag“: Jahrhundert-Inflation läßt Mittelstand verarmen

Sparfähigkeit sinkt: Sparkassen warnen vor „Einschlag“: Jahrhundert-Inflation läßt Mittelstand verarmen

Die Sparkassen sehr die Sparfähigkeit der Deutschen durch die Inflation in Gefahr.
Die Sparkassen sehr die Sparfähigkeit der Deutschen durch die Inflation in Gefahr.
Die Sparkassen sehr die Sparfähigkeit der Deutschen durch die Inflation in Gefahr. Foto: picture alliance / SULUPRESS.DE | Torsten Sukrow
Sparfähigkeit sinkt
 

Sparkassen warnen vor „Einschlag“: Jahrhundert-Inflation läßt Mittelstand verarmen

Der deutsche Mittelstand könne immer weniger Geld zur Seite legen, registrieren die Sparkassen. Der große Preisschock komme aber erst noch. Ein Sparkassenpräsident warnt gar vor einem „Einschlag“.
Anzeige

MÜNCHEN/STUTTGART. Die Sparkassen in Bayern und Baden-Württemberg vermelden wachsende Probleme ihrer Kunden. Der deutsche Mittelstand habe kaum noch Potential, um Geld zu sparen und damit vorzusorgen.

Trotz nun wieder steigender Zinsen stünden Sparer zudem noch schlechter da als während der vergangenen Jahren, sagte Bayerns Sparkassenpräsident Ulrich Reuter. Bei der Halbjahresbilanz in München erklärte er: „Nullzins und ein bis zwei Prozent Inflation waren für die Kunden sogar vorteilhafter als acht Prozent Inflation und ein Prozent Zinsen.“ Das sei insbesondere für die Kleinsparer ein „deutlich härteres Los“.

Außerdem warnte Reuter davor, daß die Inflation den Menschen die Möglichkeit nehme, überhaupt Geld zu sparen und finanziell vorzusorgen. „Mit länger andauernder hoher oder sogar noch weiter steigender Inflation wird auch die Zahl derjenigen, die überhaupt noch sparfähig sind, deutlich abnehmen. Der Einschlag wird erst noch kommen.“

60 Prozent nicht mehr sparfähig

Konkrete Zahlen über die Folgen der Jahrhundertinflation auf den Mittelstand nennt eine Sprecherin des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands: „Rund 60 Prozent der deutschen Haushalte müssen ihre gesamten verfügbaren Einkünfte monatlich einsetzen.“ Fürs Sparen reiche es da nicht mehr.

Auch die Sparkassen in Baden-Württemberg spüren die Trendwende. Die Sparfähigkeit der Kunden gehe zurück, bestätigte auch Peter Schneider, Präsident des Sparkassenverbands Baden-Württemberg. „Mittlerweile können rund 40 Prozent unserer Privatkundinnen und -kunden kein Geld zur Seite legen“, so Schneider. Er spricht von einer „dramatischen Zahl“.

Er warnt, daß sich die steigenden Energiepreise jetzt noch nicht vollends bemerkbar machten. Diese kämen auf die meisten Deutschen erst noch zu. Schneider geht deshalb davon aus, daß in Kürze die Hälfte der Kunden ihr Einkommen braucht, um ihre Ausgaben zu decken und nichts mehr zurücklegen kann. (fh)

Die Sparkassen sehr die Sparfähigkeit der Deutschen durch die Inflation in Gefahr. Foto: picture alliance / SULUPRESS.DE | Torsten Sukrow
Anzeige
Anzeige

Der nächste Beitrag