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Statistisches Bundesamt: Energie und Lebensmittel teurer: Inflation erreicht Rekordwert

Statistisches Bundesamt: Energie und Lebensmittel teurer: Inflation erreicht Rekordwert

Statistisches Bundesamt: Energie und Lebensmittel teurer: Inflation erreicht Rekordwert

Kassenzettel
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Kassenzettel: Alles wird teurer Foto: picture alliance/dpa | Karl-Josef Hildenbrand
Statistisches Bundesamt
 

Energie und Lebensmittel teurer: Inflation erreicht Rekordwert

WIESBADEN. Die Inflation in Deutschland hat den höchsten Wert seit der Wiedervereinigung erreicht. Die Verbraucherpreise stiegen im April laut dem Statistischen Bundesamt um 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im März lag dieser Wert noch bei 7,3 Prozent. Vor allem die Preise für Energie (plus 35,5 Prozent) und Lebensmittel (plus 8,6 Prozent) legten spürbar zu.

Preistreiber bei den Nahrungsmitteln waren Speisefette und Speiseöle (plus 27,3 Prozent), Fleisch und Fleischwaren (plus 11,8 Prozent), ebenso Molkereiprodukte und Eier (plus 9,4 Prozent) sowie frisches Gemüse (plus 9,3 Prozent). Neben Energie und Nahrungsmitteln verteuerten sich auch Fahrzeuge (plus 8,9 Prozent) und Computer (plus 8,0 Prozent).

FDP-Politiker macht Europäische Zentralbank für Inflation verantwortlich

Die Preise für Benzin und Diesel legten im Vergleich zum Vorjahr um fast 40 Prozent zu. Leichtes Heizöl verteuerte sich um fast 100 Prozent. Ohne die gestiegenen Energiepreise betrage die Inflation laut Statistikamt 4,3 Prozent.

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler machte die Europäische Zentralbank für die zunehmende Inflation mitverantwortlich. „Die EZB hat sie verursacht und unternimmt nichts“, schrieb er auf Twitter. Er forderte die Chefin der Zentralbank, Christine Lagarde, zum Rücktritt auf.

Hintergrund ist die Nullzinspolitik der EZB. Laut Ökonomen läßt sich Inflation am einfachsten durch steigende Zinsen bekämpfen. Die US-Notenbank FED erhöhte den Zinssatz deswegen in den vergangenen Monaten zweimal auf nun 0,75 bis ein Prozent. (ho)

Kassenzettel: Alles wird teurer Foto: picture alliance/dpa | Karl-Josef Hildenbrand
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