Deutsche Goldreserven
Deutsche Goldreserven: Bis 2020 soll die Hälfte zurück nach Deutschland Foto: picture alliance/chromorange
Reserven

Bundesbank holt 120 Tonnen Gold nach Deutschland

FRANKFURT/MAIN. Die Bundesbank hat im vergangenen Jahr etwa 120 Tonnen Gold zurück nach Deutschland gebracht. Insgesamt lagern derzeit damit noch knapp 65 Prozent der deutschen Goldreserven (3.384 Tonnen) im Ausland. Bis 2020 soll dieser Wert auf 50 Prozent gesenkt werden. Kritiker fordern seit langem eine Rückholung des deutschen Goldes.

„Die Umsetzung unseres neuen Gold-Lagerstellenkonzeptes verläuft reibungslos. Wir liegen sehr gut im Zeitplan“, sagte das Vorstandsmitglied der Bundesbank, Carl-Ludwig Thiele. Bei Stichproben der Goldbestände seien zudem keine Fehler aufgefallen, betonte Thiele. „Auch nach Abschluß sämtlicher Prüfungen ergaben sich keine Beanstandungen bezüglich Echtheit, Feingehalt und Gewicht der Barren“, teilte die Bundesbank mit.

Scharfe Kritik an Auslandslagerung

Der Großteil der deutschen Goldreserven lagert bei der „Federal Reserve Bank“ in New York mit 1.447 Tonnen (42,8 Prozent). Darauf folgen Frankfurt am Main mit 1.192 Tonnen (35,2 Prozent) sowie mit 438 Tonnen London (12,9 Prozent). Auf Paris entfallen 307 Tonnen (9,1 Prozent).

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Streit über die Frage, ob die Goldreserven im Ausland gelagert werden sollten. Mehrfach verweigerte die Bundesbank deutschen Abgeordneten eine Besichtigung der Bestände außerhalb Deutschlands. Neben Politikern der CDU hatte auch der Bundesrechnungshof der Bundesbank vorgeworfen, die in ausländischen Notenbanken gelagerten deutschen Goldbestände noch nie auf ihr physisches Vorhandensein kontrolliert zu haben. (ho)

Deutsche Goldreserven: Bis 2020 soll die Hälfte zurück nach Deutschland Foto: picture alliance/chromorange

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