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Fleischkontrollen jetzt härter als hart

Persil wusch schon immer weiß. Was sollte dann am neuen Persil noch besser sein? Es wusch weißer als weiß. Das versprach die Werbung. Was versprechen Politiker, nachdem wieder ein Gammelfleisch-Skandal die Republik erschüttert? Die schon härteren Kontrollen sollen noch härter werden: härter als hart. Bayerns Verbraucherminister Werner Schnappauf kündigte postwendend an, hart vorgehen zu wollen. Nur gut, daß im benachbarten Baden-Württemberg die Welt noch in Ordnung blieb. Keinen Grund für besondere Kontrollen, hieß es aus dem Agrarministerium. Trotzdem wurden wenige Tage später fünf Tonnen Gammelfleisch sichergestellt. Haben wenigstens die Routinemechanismen gegriffen, so daß der Skandal nur belegt, wie gut Gammelfleischhändler aufgespürt werden? Nein, ein Pilzsammler entdeckte zufällig einen Koffer mit belastenden Unterlagen. Hätte der Dussel, der so brisantes Material besitzt, statt den Wald den Reißwolf als Entsorgungsort gewählt, kein Mensch hätte etwas gemerkt. Alles nicht vertrauenserweckend. Tierschützer sind schadenfroh, hatten sie schließlich schon beim zurückliegenden Gammelfleisch-Skandalen geunkt, daß das eine Geschichte mit Endlosschleife wird. Der Appetit solle allen Fleischessern gründlich vergehen. Der Tierschutzverein Peta preist sogar Sojamilch an, weil die Milchwirtschaft überschüssige Kälber produziert. Denn kleine tote Säugetiere sind kein netter Anblick, Schlachthäuser auch nicht. Der eigentliche Skandal ist, daß kein Mensch nach dem Leid der Tiere fragt, die Minister nicht und Essensbeobachter von Foodwatch auch nicht. Hauptsache, das Fleisch stinkt nicht bis zum Himmel. Auch das kann man geschmacklos nennen.

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