Streit um die neue Eiszeit

Viele reden von der drohenden Erwärmung der Erde und der damit verbundenen Klimaänderung. Nun gehört es aber zu einer anständigen Medienpolitik, immer mal wieder das absolut Gegenteilige zu verkünden. Warum auch nicht, es könnte ja was Wahres dran sein, wonach uns in Bälde eine neue Eiszeit ins Haus steht. Das behauptet zumindest der Paläoklimatologe John Kukla vom Lamont-Doherty Earth Observatory der New Yorker Columbia Universität in der Zeitschrift Science. Die Prozesse der Erdvereisung scheinen inzwischen gelöst zu sein: Wachsen an den Polen die Eismassen, so wird aufgrund der hellen Flächen mehr Sonnenlicht reflektiert. Dieser „Albedo-Effekt“ kühlt die Erde ab, so daß das Eis weiter wächst. Umgekehrt funktioniert es ähnlich: Schmelzen die Gletscher, verringert sich der Albedo-Effekt, mehr Sonnenenergie wird von der Erde absorbiert, und die Temperaturen steigen an. Was genau der Auslöser dieser Schwankungen ist, weiß man allerdings noch nicht. Kukla geht davon aus, daß sich die gegenwärtige Erwärmung über den großen Landmassen stärker bemerkbar macht als über den eher wasserbedeckten Polargebieten. Daher bilde sich ein wachsendes Druckgefälle zwischen den äquatorialen Landmassen und den Polarregionen. Die wärmeren Temperaturen der äquatornahen Bereiche führen zu einem verstärkten Wasserzustrom in die polaren Regionen, so daß dadurch dort die Gletscher wüchsen. Aufgrund des Albedo-Effektes entstehe so eine neue Eiszeit. Beruhigend bei diesen Theorien ist das stillschweigende Eingeständnis der Forschungsgemeinschaft, daß sie praktisch keine Ahnung davon haben, wie „Klima“ tatsächlich funktioniert. Freuen wir uns einfach über das aktuelle Wetter!

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