Klaus-Rüdiger Mai Die Zukunft gestalten wir!

 

Über sechs Millionen sind betroffen

Osteoporose ist eine gefährliche Volkskrankheit. Sie bereitet über Jahre weder Schmerzen noch Beschwerden und wird deshalb meist unterschätzt. Unbemerkt schwindet die Knochenmasse, und die Knochenstruktur löst sich auf. Die Gefahr eines verhängnisvollen Knochenbruchs nimmt zu. Nicht nur Frauen sind im Alter vom Knochenschwund betroffen, sondern zunehmend auch Männer – insgesamt sechs bis zehn Millionen Menschen allein in Deutschland, Tendenz steigend. Osteoporose ist aber auch keine Alterskrankheit, denn Knochenschwund kann bei unvernünftiger Lebensweise schon in der Jugend beginnen. Andererseits können die Knochen auch im hohen Alter so robust bleiben, daß selbst schwere Stürze ohne Bruch überstanden werden. Die Lebensweise entscheidet über die Bruchfestigkeit der Knochen. Sogar im Alter kann sich noch Knochenmasse aufbauen. Osteoporose gilt als eine der teuersten Krankheiten. Die Folgekosten beim Bruch eines maroden Knochens sind immens. Viele Patienten sind danach behindert oder sogar pflegebedürftig. Fast ein Viertel aller älteren Patienten mit einem Oberschenkelhalsbruch stirbt binnen eines Jahres. An den Folgen sterben mehr Frauen als an Gebärmutterhalskrebs, Eierstockkrebs und Gebärmutterkrebs zusammengenommen. Glücklicherweise läßt sich aber Osteoporose auf einfache Weise vermeiden – durch Bewegung, regelmäßige Sonnenbäder, gesunde Lebensweise und richtige Ernährung, wobei vor populären, aber falschen Ernährungsempfehlungen zu warnen ist. Darüber berichtet ausführlich ein neues Buch von Thomas Klein (Osteoporose – Die folgenschweren Irrtümer der Osteoporose-Medizin. Hygeia-Verlag Dresden 2006, broschiert, 240 Seiten, 15 Euro). Trügerisch sind auch die Versprechungen der Osteoporose-Medizin. Die Knochen können nicht mit hochgiftigen und gefährlichen Arzneimitteln gestärkt werden. Osteoporose läßt sich deshalb auch nicht medizinisch wirksam behandeln, sondern nur mittels richtiger Lebensweise verhüten. Die Ursachen für Osteoporose sind bekannt. Es lohnt, sich das Wissen darüber anzueignen und sein Leben entsprechend zu korrigieren. Gegen Osteoporose sollte nicht erst dann etwas unternommen werden, wenn der Arzt warnend den Zeigefinger hebt, denn dann ist es schon ziemlich spät. Der amerikanische Arzt Fred Miller warnte seine Patienten: „Ändern Sie Ihr Leben – noch heute; es ist später, als Sie denken.“ So spät es auch sein mag, es ist nie zu spät, um noch mit einer gesünderen Lebensweise zu beginnen. Selbst hochbetagt kann der Körper noch Knochenmasse und feste Knochen aufbauen, sofern noch eine gesunde Knochenstruktur besteht. Sogar wer im Alter unter den Folgen eines komplizierten Bruches leidet, bei dem die Knochen nicht recht verheilen, braucht nicht zu verzweifeln und die Hoffnung aufzugeben. Unser Körper besitzt ein erstaunliches Regenerationsvermögen, wenn nur all seine Bedürfnisse erfüllt werden.

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