Treu, gebildet und aufmerksam

Es ist soweit. Von dem am 26. November 2004 veröffentlichten Fragebogen (JF 49/04) sind 1.151 ausgefüllt eingesandt worden. Wir danken all jenen, die sich die Zeit genommen haben. Wer liest die JUNGE FREIHEIT? Regional entspricht die Verteilung der Leserschaft ungefähr der Bevölkerungsverteilung in der Bundesrepublik Deutschland. Signifikante Abweichungen gibt es in Berlin und Sachsen. Während in Sachsen 5,2 Prozent der bundesdeutschen Bevölkerung, aber nur 2,4 Prozent unserer Leserschaft leben, verhält es sich in Berlin umgekehrt. Dort, wo auch Redaktion und Verlag ihren Sitz haben, kommen auf nur 4,1 Prozent der Bevölkerung 6,9 Prozent der JF-Leser. In anderen Bundesländern fallen die Abweichungen geringer aus. In den südlichen Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg und Hessen sowie ganz im Norden in Schleswig-Holstein liegt der Leserschaftsanteil leicht über dem Bevölkerungsanteil. In den östlichen Bundesländern liegt er leicht darunter. Leser sind gebildet und gutsituiert Die Leser der JUNGEN FREIHEIT sind bindungsfähig. Während im Bevölkerungsdurchschnitt nur 45,1 Prozent der Personen verheiratet und 40,9 Prozent ledig sind, stehen in der Leserschaft der JF 62 Prozent Verheirateten nur 26,2 Prozent Ledige gegenüber. Von den Ledigen lebt mehr als ein Viertel in eheähnlichen Gemeinschaften. Nur rund ein Viertel der gesamten Leserschaft (24 Prozent) führt Ein-Personen-Haushalten, während es im Bevölkerungsschnitt mehr als ein Drittel ist. Etwas mehr als jeder Zweite (53,1 Prozent) lebt in einem Zwei-Personen-Haushalt, ein weiteres Viertel schließlich in Haushalten mit drei und mehr Personen. 51,4 Prozent der Leser der JUNGEN FREIHEIT haben einen akademischen Abschluß. 14,1 Prozent sind promoviert, 2,1 Prozent habilitiert. Weitere 27 Prozent haben die Hochschulreife. Somit haben fast vier von fünf Lesern der JF höhere Bildung genossen. Damit hat sie einen höheren Akademikeranteil als zum Beispiel das Wochenblatt Die Zeit oder die FAZ. Das hohe Bildungsniveau schlägt sich auch in dem wirtschaftlichen Erfolg unserer Leserschaft nieder. Hinsichtlich des Einkommens wurden die Leser gebeten, sich einer von acht Einkommensklassen zuzuordnen. Nur 2,8 Prozent verfügen über ein Netto-Einkommen von weniger als 500 Euro. 15 Prozent der Leser, die den Fragebogen ausgefüllt haben, gaben an, ein Netto-Einkommen von 1.500 bis 2.000 Euro zur Verfügung zu haben. Ein noch höherer Anteil von 20,1 Prozent hat ein Einkommen von durchschnittlich 2.000 bis 2.600 Euro. Die mit 31,8 Prozent weitaus größte Einkommensgruppe verfügt über ein Netto-Einkommen zwischen 2.600 und 4.500 Euro. 12,8 Prozent unserer Leserschaft erzielen ein noch höheres Einkommen (über 4.500 Euro). Der rechnerische Durchschnittswert liegt über 2.700 Euro. Leserschaft engagiert, kritisch und treu Darüber hinaus sind Leser der JF in der Gesellschaft verwurzelt und engagiert. Mehr als die Hälfte gehören einer Kirche oder Glaubensgemeinschaft an. Die größte Gruppe stellen mit 28,1 Prozent die evangelischen Landeskirchen, gefolgt von der Römisch-Katholischen Kirche mit 22,6 Prozent. 4,8 Prozent bekennen sich zu einer evangelischen Freikirche oder einer anderen Glaubensgemeinschaft. 15 Prozent sind Mitglieder einer Partei, 12,4 Prozent einer Studentenverbindung oder bündischen Gruppe, und 9,1 Prozent sind in einem Vertriebenenverband aktiv. Auch Bundeswehr-, Soldaten- und Reservistenverbände stellen mit 8,7 Prozent einen erheblichen Teil der Leserschaft. Die JF wird aufmerksam studiert. 96 Prozent der Befragten gaben an, sie regelmäßig zu lesen, davon erklärten 86,3 Prozent, die aktuelle Ausgabe im Rahmen eines Abonnements erhalten zu haben. Die durchschnittliche Bezugsdauer liegt bei 6,1 Jahren, was langjährige Treue bedeutet. Jeder zweite Leser verbringt mehr als 90 Minuten mit der Lektüre einer Ausgabe der JF. 29,5 Prozent der Leser verwenden 60 bis 90 Minuten auf die Lektüre, nur 22,3 Prozent lesen sie in weniger als einer Stunde. Zwei von drei Exemplaren werden von mehr als einer Person studiert. 42,8 Prozent haben zwei Leser, 20,6 Prozent mehrere. Der Durchschnitt liegt bei 1,93 Lesern auf jedes verkaufte Exemplar und entspricht etwa dem Durchschnittswert der letzten Umfrage. Die meisten Leser beziehen neben der JF noch andere Blätter. 51,1 Prozent lesen eine regionale Tageszeitung, 26,2 Prozent beziehen die Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16,3 Prozent den Spiegel (siehe Grafik). Gute bis sehr gute Noten für die JF Technologisch sind die JF-Leser allemal auf der Höhe der Zeit: Jeder zweite gibt an, das Internet zu nutzen, 69,1 Prozent verfügen über eine eigene E-Post-Adresse. Danach befragt, warum sie die JF lesen, antworteten 30,5 Prozent der Leser: „um Informationen zu bekommen, die in anderen Medien nicht zu finden sind“. 18,4 Prozent lesen die JUNGE FREIHEIT ausdrücklich aus Protest gegen die „Political Correctness“, 14,5 Prozent, um sich über Hintergründe zu informieren. 9 Prozent sagen, sie wollten eine andere Sicht der Dinge bekommen, 8,8 Prozent lesen sie, um wichtige Denkanstöße zu erhalten, und 3,6 Prozent geht es um die geistige Herausforderung. Die bisherige Arbeit der JUNGEN FREIHEIT wurde auf einer Skala von eins bis sechs nach verschiedenen Rubriken sehr detailliert bewertet. Mit „sehr gut“ bis „gut“ bewerteten die Leser auch die ihnen wichtigsten Themen: die Leitartikel (1,5), Politikseiten (1,6), Kommentare (1,8), Interviews (1,7) und die Rubrik „Geschichte & Wissen“ (1,8). Etwas schwächere Noten erhielten die für nicht so wichtig erachteten Rubriken Comic (3,5) und CD-Besprechungen (3,2). Mit der Themenauswahl der JF ist die Leserschaft zufrieden (1,8), ebenso mit dem graphischen Erscheinungsbild (2,0), der Aufteilung in Rubriken (2,0), der Fotoqualität (2,2) und dem Schriftbild (1,8). Bei den Wünschen nach neu einzurichtenden Rubriken steht „Sicherheitspolitik/Militär“ an der Spitze vor „Kirche & Religion“ und „Aus der Hauptstadt/Berlin“. Wir wollten auch wissen, ob unsere Leser die politische Ausrichtung der JF für „zu links“, „zu rechts“ oder „gerade richtig“ halten. 92,4 Prozent beurteilen sie als „genau richtig“, 6,4 Prozent finden sie „zu links“, und für nur 1,2 Prozent der Leser ist die JUNGE FREIHEIT „zu rechts“. Auch Umfang und Größe gefällt den Lesern überwiegend. 86,5 Prozent finden den Seitenumfang „gerade richtig“. 7,9 Prozent finden ihn zu gering, und für nur 5,6 Prozent unserer Leser ist er zu groß. 65,2 Prozent unserer Leser empfinden den Preis für die JF als angemessen, 25,8 Prozent halten ihn für erträglich. Jeweils 4,5 Prozent der Leser halten die JF für zu billig oder zu teuer. Der JF-Buchdienst wird von etwa zwei Drittel der Leser (66 Prozent) angenommen und genutzt, wobei immerhin 41, 7 Prozent angeben, den Buchdienst innerhalb der letzten zwölf Monate genutzt zu haben. Das Angebot des Buchdienstes wird – auf einer Skala von eins bis sechs – mit „gut“ (2,0) bewertet. Lieferzeiten und Service erhalten noch bessere Noten (1,7), und die Werbemaßnahmen kommen bei den Lesern gut an (2,0). Die Netzseite ( www.jungefreiheit.de ) ist etwa der Hälfte der JF-Leser (49,7 Prozent) bekannt. Sie wird zumeist (72,7 Prozent) auch recht regelmäßig besucht. 38,6 Prozent unserer Leser wären sogar bereit, für die Nutzung unseres Internet-Archivs eine moderate Gebühr zu zahlen. Wie ist nun das Gesamtbild der Zeitung? Befragt nach einer Note für die Gesamtleistung auf der Skala von eins bis sechs, erteilte uns die Leserschaft eine herausragende „1,6“. Darauf sind sowohl die Redaktion als auch der Verlag überaus stolz. Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich an der Befragung beteiligt haben. Stichwort: Leserumfrage In regelmäßigen Abständen führen Zeitungsverlage Umfragen durch, um die Entwicklung der Leserschaft zu untersuchen und um die Publikationen leserfreundlicher zu gestalten. Ein Bild der Leserschaft ist auch für die in einer Zeitung werbenden Unternehmen von Interesse, die nach einer passenden Zielgruppe suchen. Die JUNGE FREIHEIT veröffentlichte in Ausgabe 47/04 einen umfangreichen Fragebogen. Über 1.100 Leser füllten diesen aus und sandten ihn an den Verlag zurück. Anonymisiert sind die Antworten in den vergangenen Wochen erfaßt und ausgewertet worden. Die Ergebnisse dieser Leserumfrage veranlaßten die Redaktion dazu, die aktuellen Änderungen in der Seitengestaltung und Änderungen des Umbruchs vorzunehmen. Die negative Bewertung der Seite „Zeitgeist & Medien“ führte zu den gravierendsten Veränderungen – denen unter anderem der Comic zum Opfer fiel.

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