Anzeige
Anzeige

Schließfach-Coup in Gelsenkirchen: Stahlen die Sparkassen-Einbrecher Schwarzgelder von Clans?

Schließfach-Coup in Gelsenkirchen: Stahlen die Sparkassen-Einbrecher Schwarzgelder von Clans?

Schließfach-Coup in Gelsenkirchen: Stahlen die Sparkassen-Einbrecher Schwarzgelder von Clans?

Wütende Kunden belagern die Sparkasse in Gelsenkirchen.
Wütende Kunden belagern die Sparkasse in Gelsenkirchen.
Wütende Kunden belagern die Sparkasse in Gelsenkirchen. Foto: picture alliance/dpa | Christoph Reichwein
Schließfach-Coup in Gelsenkirchen
 

Stahlen die Sparkassen-Einbrecher Schwarzgelder von Clans?

Vom Diebstahl aus den Schließfächern der Gelsenkirchener Sparkasse sind viele Türken und Araber betroffen. Die Opfer melden zum Teil Verluste von mehr als 500.000 Euro. Das finden die Ermittler verdächtig.
Anzeige

GELSENKIRCHEN. Der Gesamtschaden des Einbruchs in die Sparkasse von Gelsenkirchen-Buer beläuft sich offenbar auf rund 100 Millionen Euro. Zunächst hatte es geheißen, bei dem Diebstahl aus rund 3.250 Schließfächern hätten die Täter Bargeld und Gold im Wert von 30 Millionen Euro entwendet. So hoch war zumindest der Versicherungswert.

Unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet nun allerdings die dpa, einzelne Kunden hätten angezeigt, jeweils mehr als 500.000 Euro in ihren Schließfächern gehabt zu haben. Gegenüber der Bild-Zeitung sagten Ermittler, ihnen komme die Herkunft der Gelder „teilweise komisch“ vor.

Demnach könne es sich um Schwarzgeld oder um Gelder von Clans handeln. Offiziell sei von den Betroffenen vielfach von „Hochzeitsgeldern“ die Rede. Allerdings sind auch in türkischen und arabischen Kreisen Vermählungsfeiern, die eine halbe Million Euro kosten, eher selten.

Sparkassen Mitarbeiter haben Angst vor Kunden

Die Wut der Bankkunden, die große Teile ihres Vermögens verloren haben, ist indes groß. Tagelang belagerten sie die Bank, die immer noch geschlossen ist. Bei einigen Mitarbeitern wachse die Angst vor möglichen Racheaktionen geschädigter Kunden, berichtete Bild.

Fußball und Schiedsrichter: JF+ abonnieren
Die Polizei hatte den Einbruch am Montag vor einer Woche entdeckt. Die Täter waren in einen Archivraum eingedrungen, von dem aus sie ein großes Loch in den Tresorraum bohrten. Der Aufbruch der Schließfächer zog sich nach Erkenntnissen der Ermittler unbemerkt über mehrere Tage hin.

Noch immer registrieren Sparkassen-Mitarbeiter in dem Geldinstitut, das möglicherweise diese Woche wieder öffnet, im Beisein eines Notars Wertgegenstände und Dokumente, die die Täter nicht mitgenommen haben. Dies werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen, hieß es von der Sparkasse. (fh)

Wütende Kunden belagern die Sparkasse in Gelsenkirchen. Foto: picture alliance/dpa | Christoph Reichwein
Anzeige
Anzeige

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles