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Kritische Infrastruktur: Wollten Linksextremisten auch in Erkrath den Strom kappen?

Kritische Infrastruktur: Wollten Linksextremisten auch in Erkrath den Strom kappen?

Kritische Infrastruktur: Wollten Linksextremisten auch in Erkrath den Strom kappen?

Ein Umspannwerk im Winter (Symbolbild): Mit dem Anschlag auf das Stromnetz in Erkrath wollten die bekennenden Täter ein Gewerbegebiet lahmlegen. (Themenbild)
Ein Umspannwerk im Winter (Symbolbild): Mit dem Anschlag auf das Stromnetz in Erkrath wollten die bekennenden Täter ein Gewerbegebiet lahmlegen. (Themenbild)
Ein Umspannwerk im Winter (Symbolbild): Mit dem Anschlag auf das Stromnetz in Erkrath wollten die bekennenden Täter ein Gewerbegebiet lahmlegen. Foto: picture alliance / dpa-Zentralbild | Stephan Schulz
Kritische Infrastruktur
 

Wollten Linksextremisten auch in Erkrath den Strom kappen?

Im Schatten des Anschlags auf Berlins Stromnetz versuchten Linksextreme wohl auch im nordrhein-westfälischen Erkrath, ein Umspannwerk lahmzulegen. Die selbsternannten Täter sind keine Unbekannten.
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WUPPERTAL. Die Staatsanwaltschaft Wuppertal hat bestätigt, daß es in Erkrath-Unterfeldhaus einen versuchten Brandanschlag auf das dortige Umspannwerk gegeben hatte. Dies sei ein Angriff auf die kritische Infrastruktur gewesen, teilte der ermittelnde Staatsanwalt Wolf-Tilman Baumert dem WDR am Mittwochabend mit. „Wenn er funktioniert hätte, hätte es möglicherweise einen großflächigen Stromausfall gegeben.“ Auch erklärte die Behörde, die Polizei sei auf den Versuch über das Selbstbezichtigungsschreiben des „Kommando Angry Birds“ auf der linksextremen Plattform Indymedia aufmerksam geworden. Inzwischen übernahm die Oberstaatsanwaltschaft Düsseldorf die Ermittlungen.

Dem Beitrag zufolge hätten die Täter den Anschlag bewußt zu dem Zeitpunkt durchgeführt, als es noch „recht warm“ gewesen sei. Ziel sei vor allem das nahegelegene Gewerbegebiet in der Max-Planck-Straße gewesen. Sie beklagten unter anderem „tägliche Angriffe“ durch toxische Substanzen wie Dioxine, PCB sowie Mikroplastik. „Wo liegt deine Grenze? Unsere Grenzen sind überschritten“, wandten sie sich an die Leser. Auch veröffentlichten sie eine Anleitung zu weiteren Brandanschlägen.

„Kommando Angry Birds“ bekennt sich nicht nur zu Erkrath

Die Verfasser hatten ihr Selbstbezichtigungsschreiben erst zwei Tage nach einem mutmaßlich linksextremen Anschlag auf das Stromnetz in Berlin-Lichterfelde veröffentlicht. Infolge dessen wurden zeitweise mehr als 100.000 Einwohner im Südosten der Hauptstadt sowie zahlreiche Firmen, Krankenhäuser, Seniorenheime und Schulen von der Elektrizität abgeschnitten. Erst am Mittwoch konnte die Versorgung vollständig wiederhergestellt werden. Zur Tat bekannte sich die „Vulkangruppe“, die nach eigenen Angaben auch für Anschläge auf die Tesla-Fabrik in Grünheide verantwortlich ist.

Auch das „Kommando Angry Birds“ hatte sich bereits im Sommer vergangenen Jahres zu einer weiteren Sabotageaktion bekannt. Im August hatten Unbekannte Bahnkabel auf dem Abschnitt zwischen Düsseldorf und Duisburg in Brand gesetzt. Stundenlang kam es auf einer der meistbefahrenen Strecken Deutschlands zu Zugausfällen. Erst nach knapp zwei Tagen konnte der Bahnverkehr wiederhergestellt werden. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) warnte, den Tätern gehe es darum, „uns in eine vorindustrielle Zeit zurückzubomben“. (kuk)

Ein Umspannwerk im Winter (Symbolbild): Mit dem Anschlag auf das Stromnetz in Erkrath wollten die bekennenden Täter ein Gewerbegebiet lahmlegen. Foto: picture alliance / dpa-Zentralbild | Stephan Schulz
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