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„Ende Gelände“: Pfefferspray und Wasserwerfer: Gewalt bei Hamburger Klimaprotesten

„Ende Gelände“: Pfefferspray und Wasserwerfer: Gewalt bei Hamburger Klimaprotesten

„Ende Gelände“: Pfefferspray und Wasserwerfer: Gewalt bei Hamburger Klimaprotesten

Einsatzkräfte der Polizei kontrollieren Teilnehmer des Hamburger "Klimacamps". Foto: picture alliance/dpa | Bodo Marks
Einsatzkräfte der Polizei kontrollieren Teilnehmer des Hamburger "Klimacamps". Foto: picture alliance/dpa | Bodo Marks
Einsatzkräfte der Polizei kontrollieren Teilnehmer des Hamburger „Klimacamps“. Foto: picture alliance/dpa | Bodo Marks
„Ende Gelände“
 

Pfefferspray und Wasserwerfer: Gewalt bei Hamburger Klimaprotesten

HAMBURG. Radikale Klimaschützer haben am Wochenende Teile des Hamburger Hafens und Stadtgebiets blockiert, wie sie zuvor angekündigt hatten. Dabei haben sie Polizeibeamte mit Pfefferspray angegriffen, wie die Bild-Zeitung berichtete. Die linksextreme Organisation „Ende Gelände“, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird und als Veranstalter das mehrtägige Hamburger Klimacamp mitorganisiert hatte, behauptet, das Pfefferspray sei von der Polizei selbst gekommen.

Gegen diese Darstellung wehrt sich die Polizei Hamburg per Tweet. „Die Videosequenz zeigt lediglich einen Ausschnitt aus dem Gesamteinsatz (…). Hieraus läßt sich Ihre Anschuldigung weder belegen noch widerlegen“, heißt es dort. Die radikale Klimaschutzorganisation „Extinction Rebellion“ wiederum behauptet, die Polizei habe inzwischen eingeräumt, daß sie sich selbst besprüht hätte.

Brücken und Gleise in Hamburg blockiert

Die Klimademonstranten blockierten am Samstag in der Hansestadt unter anderem die Köhlbrandbrücke und die Kattwykbrücke sowie eine Zugstrecke, wie die Polizei mitteilte. Zudem klebten sich einige Demonstranten an Zuggleise und in Gleisbetten fest. Diese wurden nach Aussagen der Organisatoren deshalb besetzt, um „die einzige Schienenverbindung von und zu den Containerterminals des Hamburger Hafens“ zu blockieren. Zur Räumung setzten die Einsatzkräfte der Polizei Wasserwerfer, Schlagstöcke und Pfefferspray ein.

Einige Personen wurden in Polizeigewahrsam genommen. Darüber hinaus stellten die Polizeibeamten vereinzelt Personen fest, die gegen das Vermummungsverbot verstießen. Darüber hinaus wurden mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet. Laut Radio Hamburg müssen „mehr als 200 Personen“ nun mit Strafanzeigen rechnen, wegen Nötigung und Widerstand gegen die Staatsgewalt.

Den Organisatoren zufolge beteiligten sich etwa 2.000 Teilnehmer an den Blockaden. Damit wollten die Klimaprotestler nach eigener Aussage „auf die Folgen des modernen Kolonialismus“ und auf den Klimawandel hinweisen sowie gegen fossile Brennstoffe demonstrieren. Zu den mehr als 30 Organisatoren, die zum Klimacamp aufgerufen hatten, gehört auch die „Interventionistische Linke“, die der Verfassungsschutz beobachtet. (ab)

Einsatzkräfte der Polizei kontrollieren Teilnehmer des Hamburger „Klimacamps“. Foto: picture alliance/dpa | Bodo Marks
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