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Überraschende Zahlen des RKI: Auch viele Geimpfte auf den Intensivstationen

Überraschende Zahlen des RKI: Auch viele Geimpfte auf den Intensivstationen

Überraschende Zahlen des RKI: Auch viele Geimpfte auf den Intensivstationen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) impft eigenhändig ein Kind. Die Geimpften sind auf den Intensivstationen überrepräsentiert.
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) impft eigenhändig ein Kind. Die Geimpften sind auf den Intensivstationen überrepräsentiert.
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) impft eigenhändig ein Kind. Die Geimpften sind auf den Intensivstationen überrepräsentiert. Foto: picture alliance/dpa | Moritz Frankenberg
Überraschende Zahlen des RKI
 

Auch viele Geimpfte auf den Intensivstationen

BERLIN. Laut aktuellem Wochenbericht des RKI sind derzeit nur 14,4 Prozent aller Corona-Patienten, die intensiv-medizinisch behandelt werden müssen, ungeimpft. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung liegt bei 22,9 Prozent und ist dort damit deutlich höher. Die Geimpften sind auf Intensivstationen dagegen überrepräsentiert.

Mit 56,4 Prozent ist die große Mehrheit der wegen Covid auf den Intensivstationen liegenden Menschen in Deutschland geboostert – also dreimal geimpft. Weitere 13,1 haben sogar bereits vier oder mehr Impfungen erhalten. Und 12,5 Prozent bekamen bisher zwei Immunisierungen.

Damit gelten insgesamt 82,0 Prozent aller aktuellen Corona-Intensivpatienten als mindestens „vollständig geimpft“, wofür zwei Vakzinierungen nötig sind. Ihr Anteil ist damit höher als an der Gesamtbevölkerung, wo 77,1 Prozent mindestens zweimal geimpft sind.

2.908 Covid-Patienten auf Intensivstationen

Lediglich eine Vakzinierung, worunter auch der Impfstoff von Johnson & Johnson zählt, war laut RKI-Wochenbericht 3,7 Prozent der Intensivpatienten verabreicht worden.

Die Zahlen hat das RKI gemeinsam mit der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) erhoben. Sie beziehen sich auf die Neuaufnahmen in der Zeit vom 8. Juni bis 3. Juli 2022. Insgesamt befinden sich laut aktuellem Wochenberichtet 2.908 Menschen in Deutschland mit einer Covid-19-Infektion auf den Intensivstationen.

Davon erfaßten die Kliniken in zwei Drittel aller Fälle (67,1 Prozent bzw. 1.951 Personen) den Impfstatus. Die Auswertung bezieht sich ausschließlich auf die Intensivpatienten mit bekanntem Impfstatus.

Das RKI betont, die Intensivregister-Daten seien in dieser Form nicht geeignet, „um die Wirksamkeit der Impfung einzuschätzen“. Dafür müsse „die generelle Altersverteilung von Intensivpatientinnen und -patienten sowie die Entwicklung der allgemeinen Impfquote der Bevölkerung berücksichtigt werden“. Die JUNGE FREIHEIT hat die Zahlen daher in Bezug zum Anteil von ungeimpften und vollständig geimpften Personen an der Gesamtbevölkerung gesetzt. Als Quelle dient die Datenbank „Our World in Data“, die für jedes Land die Impfquoten erfaßt. (fh)

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) impft eigenhändig ein Kind. Die Geimpften sind auf den Intensivstationen überrepräsentiert. Foto: picture alliance/dpa | Moritz Frankenberg
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