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Sächsisches Landeswappen auf einer Polizeiuniform Foto: picture alliance/Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa
Sächsisches Landeswappen auf einer Polizeiuniform Foto: picture alliance/Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Linksextremismus
 

„Soko LinX“ ermittelt nach Anschlag auf Leipziger Kirche

LEIPZIG. Nach dem Anschlag auf eine Kirche in Leipzig hat die für Linksextremismus zuständige „Soko LinX“ die Ermittlungen übernommen. Grund dafür sei ein Bekennerschreiben auf dem Szeneportal „Indymedia“, sagte eine Sprecherin des Landeskriminalamts Sachsen dem MDR.

Unbekannte hatten in der vergangenen Woche mit Farbe gefüllte Gläser und Steine auf das Gotteshaus geworfen. Dabei sei ein Schaden von knapp 10.000 Euro entstanden.

In dem auf Englisch verfaßten Text begründen die Täter ihr Vorgehen mit der Situation in den Flüchtlingslagern an den Grenzen Europas. Da Kirchen für das weiße, christliche Europa stünden, würden sie nun als Ziele der Attacken gewählt. Sie seien ein Symbol für falschen Frieden, Patriotismus und Tradition, heißt es in dem Schreiben weiter. Die evangelische Lukaskirche in Leipzig sei deshalb ausgewählt worden, weil sie den „Sexisten, Antisemiten und Freund der Tyrannei, Martin Luther“, verehre.

Flüchtlingsretter vermuten „Täuschungsmanöver von Neonazis“

Unterdessen äußerte der Gründer der Flüchtlingsorganisation „Mission Lifeline“, Axel Steier, Zweifel, daß Linksextreme die Täter seien. „Kirchen unterstützen die Seenotrettung und haben selbst ein Schiff im Mittelmeer. Daß Linke hinter dem Anschlag stecken, ist absurd“, sagte Steier der Bild-Zeitung. Er vermute ein „Täuschungsmanöver von Neonazis“.

Leipzig gilt als einer der Schwerpunkte des Linksextremismus in Deutschland. Nach einer Reihe von Anschlägen und Gewalttaten hatte das Landesinnenministerium im November 2019 die „Soko LinX“ gegründet. (ag)

Sächsisches Landeswappen auf einer Polizeiuniform Foto: picture alliance/Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa
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