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„RAZ“: Drohbrief-Serie und Brandanschläge: Anklage gegen Linksextremisten

„RAZ“: Drohbrief-Serie und Brandanschläge: Anklage gegen Linksextremisten

„RAZ“: Drohbrief-Serie und Brandanschläge: Anklage gegen Linksextremisten

Festnahme (Archivbild)
Festnahme (Archivbild)
Festnahme (Archivbild) Foto: picture alliance/dpa | Paul Zinken
„RAZ“
 

Drohbrief-Serie und Brandanschläge: Anklage gegen Linksextremisten

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat Anklage gegen zwei mutmaßliche Linksextremisten erhoben. Der 39 Jahre alte Mann und eine gleichaltrige Frau sollen zahlreiche Drohbriefe gegen Politiker verschickt und einen Brandanschlag begangen haben. Außerdem sollen sie einen Anschlag auf das Privathaus des Fleischunternehmers Clemens Tönnies geplant haben.
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STUTTGART. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat Anklage gegen zwei mutmaßliche Linksextremisten erhoben. Der 39 Jahre alte Mann und eine gleichaltrige Frau sollen zahlreiche Drohbriefe gegen Politiker verschickt und einen Brandanschlag begangen haben, teilte die Anklagebehörde am Dienstag laut den Nachrichtenagenturen dpa und AFP mit.

Ihnen werde jeweils versuchte Nötigung und versuchte Brandstiftung vorgeworfen. Auch sollen die beiden einen schlußendlich mißglückten Brandanschlag auf ein Gebäude der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg verübt haben. Die Beschuldigten sitzen seit ihrer Festnahme im Oktober in Untersuchunghaft. Das Landgericht Stuttgart muß nun über die Zulassung der Anlage entscheiden.

Die Drohschreiben gingen den Berichten zufolge in fünf Wellen zwischen Dezember 2019 und Oktober 2020 an Politiker, Behörden, Ministerien und Verkehrsverbünde. Den Briefen sollen sie Platzpatronen, Streichhölzer oder Messer beigelegt haben. Gezeichnet waren die Schreiben demnach mit „MIlitantE ZellE (MIEZE) – vereint im Kollektiv der Revolutionären Aktionszellen (RAZ)“.

Anschlag auf Privathaus von Clemens Tönnies geplant

Neben dem versuchten Anschlag im August 2020 auf die Bundesarbeitsagentur sollen die beiden Beschuldigten auch einen Brandanschlag auf das Privathaus des Fleischunternehmers Clemens Tönnies im nordrhein-westfälischen Rheda-Wiedenbrück geplant haben. Dabei sollen sie einen Brandsatz an einem Anwesen abgelegt haben, diesen aber nicht gezündet haben, da sie nicht bis zum Wohnhaus gelangt seien.

Die Ermittler waren den Verdächtigen durch Videoaufzeichnungen an einem Tatort sowie DNS-Spuren an Drohschreiben und Tatorten auf die Spure gekommen. Das Duo habe unter anderem in Stuttgart gewohnt, sei zuletzt aber ohne festen Wohnsitz gewesen. Die Generalbundesanwaltschaft hatte in dem Fall zwischendurch die Verantwortung übernommen, weil die Ermittler davon ausgingen, daß die RAZ eine terroristische Vereinigung sei. Dafür sind aber mindestens drei Personen nötig. Kurz vor den Festnahmen seien die Ermittlungen an die Staatsanwaltschaft Stuttgart abgegeben worden. (ls)

Festnahme (Archivbild) Foto: picture alliance/dpa | Paul Zinken
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