Neue Co-Vorsitzende der Linkspartei, Susanne Hennig-Wellsow
Neue Co-Vorsitzende der Linkspartei, Susanne Hennig-Wellsow Foto: picture alliance / Fotostand | Fotostand / Reuhl

Susanne Hennig-Welsow
 

„Kampfeinsätze beenden“: Neue Linkspartei-Chefin glänzt mit Ahnungslosigkeit

BERLIN. Die neue Co-Vorsitzende der Linkspartei, Susanne Hennig-Wellsow, hat in einem Interview ihre Forderung bekräftigt, Bundeswehr-Kampfeinsätze zu beenden, konnte aber nicht sagen, welche sie meint. Der Journalist Tilo Jung verbreitete einen entsprechenden Ausschnitt seines Formats „Jung & Naiv“ in den sozialen Medien.

Darin sagt Hennig-Wellsow, die Bundeswehr solle sich aus allen Kampfeinsätzen zurückziehen. Jung erwiderte daraufhin: „Welche Kampfeinsätze würdest du denn jetzt beenden?“ Die Linkspartei-Politikerin reagiert daraufhin jedoch nur mit einem hörbaren Aufatmen und antwortet: „Da muß ich ehrlich sagen, die hab ich nicht alle einzeln im Blick.“

Der Journalist hakt noch einmal nach und fragt, ob sie denn eine Ahnung habe, wie viele solche Einsätze die Bundeswehr aktuell führe. Hennig-Wellsow: „Nee.“ Auf die nächste Nachfrage, ob sie denn ein konkretes Beispiel nennen könne, erwidert sie: „Afghanistan ist ja schon beschlossen.“ Jung: „Daß der beendet wird?“ Hennig-Wellsow: „Na ja, war ja mal beschlossen“ aber mittlerweile „offensichtlich wieder infrage gestellt“.

Dann erwähnt die Linke den Bundeswehreinsatz in Somalia, räumt gleich darauf aber ein, daß das kein Kampfeinsatz sei. Aber da seien schließlich deutsche Soldaten stationiert. Tatsächlich befinden sich Marinesoldaten in dem afrikanischen Küstenstaat. Dort schützen die deutschen Einheiten jedoch Schiffe des Welternährungsprogramms sowie See- und Handelsrouten und gehen gegen Piraten vor.

Schließlich kritisiert der Interviewer, wenn die Linkspartei fordere, die Bundeswehr solle ihre Kampfeinsätze beenden, müsse es mehr als einen geben. Hennig-Wellsow fragt offenbar bei ihrem Mitarbeiter nach, allerdings kann auch dieser nicht weiterhelfen. Dann sagt sie lediglich, es gebe „todsicher mehr“. In den sozialen Medien erntete die Politikerin dafür Spott und Hohn. (ls)

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