LMV Diagnose PANikDEMIE
Erzgebirge Aue - 1. FC Heidenheim
Transparent im Erzgebirgsstadion Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Robert Michael

Schmähplakat gegen Kretschmer
 

AfD verteidigt Aue-Fans

DRESDEN. Die sächsische AfD hat sich vor die Anhänger des Fußball-Zweitligisten Erzgebirge Aue gestellt. Diese stehen wegen eines Schmähplakats gegen Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) in der Kritik.

„Man muß den Unmut der Fußballfans über die 2G-Regelung der sächsischen Landesregierung verstehen“, sagte AfD-Generalsekretär Jan Zwerg der JUNGEN FREIHEIT. „Da ist doch klar, daß sich der ein oder andere etwas Luft macht.“ Natürlich könne man über die Wortwahl streiten.

Sicherlich könnte man das auch anders formulieren, aber daß man beim Fußball eine etwas deutlichere Sprache spricht als beispielswiese der Chef des Hotel- und Gaststättenverbands sollte jetzt auch nicht zu sehr dramatisiert werden“, ergänzte Zwerg.

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CDU: „Beschämend für unser Land“

Anhänger des Zweitligisten hatten während des Heimspiels gegen den 1. FC Heidenheim am Sonntag im Erzgebirgsstadion mit einem Spruchband gegen die Corona-Politik des Freistaats protestiert. Auf diesem war zu lesen: „Kretschmer, Du willst ein Sachse sein? Verhältst Dich wie ein Wessischwein!“

CDU-Generalsekretär Alexander Dierks verbreitete ein Foto des Transparents auf Twitter und schrieb dazu: „Das ist so unfaßbar beschämend für unser Land.“ Dem hielt AfD-Generalsekretär Zwerg entgegen, Dierks fehle jegliches Verständnis für die Art und Weise, wie Fußballfans gewöhnlich auf ihre Anliegen aufmerksam machten. Wer die Aue-Anhänger so von oben herab abkanzle, brauch sich über den Vorwurf, ein weltfremder Berufspolitiker zu sein, nicht wundern.

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Auch Erzgebirge Aue bezog am Montag mittag Stellung zu dem Vorgang. Grundsätzlich gehörten Spruchbänder mit politischen Inhalten nicht ins Stadion, schrieb der Verein auf seiner Internetseite. Der FC Erzgebirge Aue sei eine politisch neutrale Institution, bei der alle Menschen, gleich welcher politischen Einstellung, willkommen seien.

„Bei allem verständlichen Ärger der Fans über die geplante 2G-Regelung auch in den Stadien sind Spruchbänder mit beleidigenden Inhalten gegen einzelne Personen in politisch verantwortlichen Positionen inakzeptabel. Der FC Erzgebirge Aue distanziert sich von diesen.“ Der Verein werde daher das Gespräch mit der aktiven Fanszene suchen, damit so etwas nicht mehr vorkomme. (krk)

Transparent im Erzgebirgsstadion Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Robert Michael
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