Migrantenstrom 2015 in Richtung Deutschland Foto: picture alliance/Zoltan Balogh/epa/dpa
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Nationale Sicherheit

Umfrage in Europa: Migration größere Bedrohung als Klimawandel

BERLIN. Rund ein Fünftel der Europäer sehen Einwanderung als größte Bedrohung für die nationale Sicherheit. Wie das Meinungsforschungsinstitut YouGov am Mittwoch mitgeteilt hat, gaben 21 Prozent der Befragten in 13 EU-Staaten sowie in Großbritannien an, die Migration als größte Gefahr für die Sicherheit in ihrem Land einzustufen. In Auftrag gegeben hatte die Erhebung das European University Institute.

Am häufigsten nannten der repräsentativen Umfrage zufolge die Griechen (64 Prozent)  Migration an erster Stelle. In Deutschland waren es 24 Prozent. Damit sahen mehr Deutsche in der Einwanderung eine Bedrohung als im Klimawandel (16 Prozent). Für Polen und Dänen sind mit 24 beziehungsweise 21 Prozent hingegen die Klima-Folgen die größte Gefahr. Nach der Migration und dem Klimawandel empfinden die Europäer demnach den Terrorismus als größte Gefährdung.

Fast die Hälfte hält EU in Sachen Verteidigung für inkompetent

Die Umfrage zeigt zudem, daß die Hälfte der befragten Europäer ihren Regierungen vertrauen, wenn es darum geht, die militärische Verteidigung ihres Landes zu verbessern. Das geringste Vertrauen darin haben die Schweden (34 Prozent) und die Deutschen (36 Prozent). Am häufigsten betrachten die Niederländer (64 Prozent) und die Griechen (61 Prozent) ihre Regierungen in dieser Frage als kompetent.

Fast die Hälfte (46 Prozent) der Teilnehmer sagte, sie habe kein Vertrauen in die Europäische Union, wenn es um die Verbesserung der militärischen Sicherheit geht. Am größten war dieser Wert in Griechenland (67 Prozent), in Schweden (54 Prozent) und in Deutschland (51 Prozent).

Drei von fünf Befragten (59 Prozent) gaben an, daß die Nato für die Verteidigung ihres Landes wichtig sei. Etwas mehr als ein Fünftel (21 Prozent) sahen dies anders. Deutschland lag mit dieser Sicht mit 19 Prozent leicht unter dem europäischen Durchschnitt. (ls)

Migrantenstrom 2015 in Richtung Deutschland Foto: picture alliance/Zoltan Balogh/epa/dpa

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