Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU)
Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Foto: picture alliance/Revierfoto/Revierfoto/dpa
Nordrhein-Westfalen

Spahn nach Wahlkampfauftritt beschimpft und bespuckt

BERGISCH/GLADBACH. Demonstranten haben am Wochenende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nach einem Wahlkampfauftritt im nordrhein-westfälischen Bergisch Gladbach beschimpft und bespuckt. Wie die Rheinische Post berichtet, hatte sich eine wütende Gruppe vor einem Gebäude eingefunden, in dem am Samstag die CDU-Veranstaltung zur Kommunalwahl im September stattfand.

Auf einem Video ist zu sehen, wie Spahn in Richtung der Protestierenden geht und das Gespräch mit ihnen sucht. Die Demonstranten erwidern dies mit „Schande“-Rufen und Pfiffen. Außerdem wird der Minister als „Schwuchtel“ beschimpft. Dem Bericht zufolge soll Spahn auch bespuckt worden sein. Er habe mehrfach vergeblich versucht, mit der aufgebrachten Menge zu reden.

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Spahn: Gespräch auch mit Unzufriedenen suchen

„Wir müssen das Gespräch und den Dialog mit denen suchen, die unzufrieden sind mit unserer Corona-Politik. Denn wir bleiben als Gesellschaft nur zusammen, wenn wir miteinander reden“, sagte Spahn der Rheinischen Post. Die Politik habe die Wahrheit nicht gepachtet und Diskussionen gehörten zur Demokratie. „Sie funktionieren aber nur, wenn beide Seiten bereit sind, zuzuhören. Aber wenn geschrien, gespuckt und gepöbelt wird, geht‘s halt leider nicht.“ Bereits am vergangenen Monat war es in Wuppertal bei einem Auftritt Spahns zu einem Störfall gekommen. Zwei Männer hatten versucht, das Auto des Ministers zu blockieren.

Am Samstag waren in Berlin laut Polizeiangaben rund 40.000 Personen gegen die Corona-Politik auf die Straße gegangen. Berlins Regierung hatte die Demonstrationen zunächst verbieten wollen, scheiterte damit aber vor Gericht. Die zunächst weitgehend friedlichen Kundgebungen endeten am Abend mit dem Versuch mehrerer Hundert Personen, in den Reichstag zu gelangen. Die Polizei hatte die große Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen wegen Nichteinhaltung der Auflagen, Mindestabstand und Mund-Nasen-Bedeckung, aufgelöst. (ls)

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Foto: picture alliance/Revierfoto/Revierfoto/dpa

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