Proteste gegen die Räumung der Szenekneipe „Syndikat“ Foto: picture alliance/Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa
Berliner Szenekneipe „Syndikat“

Linksradikale Proteste gegen Räumung: Polizist schwer verletzt

BERLIN. Nach der Räumung der linksradikalen Szenekneipe „Syndikat“ in Berlin hat die CDU der rot-rot-grünen Landesregierung vorgeworfen, der Polizei in den Rücken zu fallen. „R2G krakeelt gegen die rechtmäßige Räumung der Kneipe Syndikat. Warum protestieren die nicht gegen den brutalen Angriff auf einen Polizisten, dem die Nase gebrochen und mit Scherben das Auge zerschnitten wurde“, schrieb CDU-Fraktionschef Burkhard Dregger auf Twitter. Rot-Rot-Grün sei eine „Schande für Berlin“.

Am Wochenende hatte es nach der Räumung mehrere Proteste linksextremer Gruppen gegeben. Bei einer Demonstration von etwa 500 Personen unter dem Titel „Tag X“ am Freitag abend begannen sich zahlreiche Teilnehmer, zu vermummen. Als die Polizei den Zug stoppte, entzündeten die Linksextremisten Feuerwerkskörper und attackierten die Einsatzkräfte mit Steinen und Flaschen.

Ein Beamter einer Einsatzhundertschaft wurde dabei durch einen Flaschenwurf im Gesicht schwer verletzt. Laut der Gewerkschaft der Polizei wurde ihm die Nase gebrochen und er mußte wegen einer schweren Augenverletzung notoperiert werden. Bei dem Einsatz wurden zudem weitere 29 Polizisten verletzt.

Grüne und Linke protestieren gegen Räumung


Die Kneipe im Schillerkiez in Berlin-Neukölln war am Freitag nach 35jährigem Bestehen geräumt worden. Der Eigentümer des Hauses hatte den Mietvertrag im vergangenen Jahr nicht verlängert. Dagegen zogen die Kneipenbetreiber vor Gericht, wo sie unterlagen.

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Gegen die rechtmäßige Räumung mit Hilfe der Polizei regte sich unter Berliner Landespolitikern von Grünen und Linkspartei Protest. Die Grünen-Abgeordnete Susanna Kahlefeld warf der Polizei Provokation vor. Die Linken-Abgeordnete Katalin Gennburg empörte sich auf Twitter, die Räumung sei „nicht die Linie von R2G“. (krk)

 

Proteste gegen die Räumung der Szenekneipe „Syndikat“ Foto: picture alliance/Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa

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