Illegale Einwanderer
Bundespolizisten greifen illegale Einwanderer auf Foto: picture alliance/dpa
Stichprobenartige Kontrollen

Illegale Einreisen mit Fernbussen nehmen zu

BERLIN. Die Zahl der illegalen Einreisen mit Bussen ist im vergangenen Jahr stark gestiegen. Die Bundespolizei setzte 2019 bei stichprobenartigen Kontrollen an der Grenze und im Grenzgebiet 9.361 Personen fest, die versuchten, illegal mit Reisebussen nach Deutschland zu gelangen, berichtet die Bild-Zeitung. Das waren 25,4 Prozent mehr als 2018 (7.307 Personen). Damit setze sich „der Trend eines erheblichen Anstiegs bei illegalen Omnibus-Einreisen fort und bewegt sich inzwischen auf einem sehr hohen Niveau“, zitiert das Blatt Sicherheitskreise.

Von den mehr als 9.300 Aufgegriffenen waren 8.067 „unerlaubt eingereiste“ Personen. Das bedeutet, sie hatten kein gültiges Visum für den Schengenraum. Der Großteil von ihnen stammte aus Nigeria, Albanien und Serbien.

Hinzu kamen 1.096 „unerlaubt aufhältige“ Personen, die keine gültige Aufenthaltsgenehmigung mehr für Deutschland besaßen. Die meisten davon kamen aus der Ukraine, Albanien und Vietnam.

Auch Kriminelle aufgegriffen

Gegen 422 festgestellte Personen bestand laut Bundespolizei ein Einreise- und Aufenthaltsverbot. Dem Bericht nach wurden davon „151 Personen zurückgewiesen, 87 Personen ab- beziehungsweise zurückgeschoben und 36 Personen wurden in Haft zur Sicherung der Ab- oder Zurückschiebung oder auch der Zurückweisung verbracht“.

Auch wurden bei den Kontrollen der Fernbusse mehrere Personen festgesetzt, die zur Fahndung ausgeschrieben waren. Eine genaue Zahl nannte die Bundespolizei hier aber nicht.

Schon bei früheren zeitlich begrenzten Grenzkontrollen wie zum G7-Gifpel griff die Bundespolizei Tausende zur Fahndung ausgeschriebene Personen auf und wies zahlreiche nicht zuzugsberechtige Migranten an den Grenzen ab. Die AfD fordert deshalb, die derzeitigen Grenzkontrollen wegen der Corona-Pandemie auch nach dem Ende der Krise beizubehalten. (krk)

Bundespolizisten greifen illegale Einwanderer auf Foto: picture alliance/dpa

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