Soldat mit Grabkranz: Mit dem öffentlichen Gedenken an gefallene Bundeswehrsoldaten tut sich die SPD schwer (Symbolbild) Foto: picture alliance
Soldat mit Grabkranz: Mit dem öffentlichen Gedenken an gefallene Bundeswehrsoldaten tut sich die SPD schwer (Symbolbild) Foto: picture alliance
Bielefeld

Gedenken für gefallenen Soldaten: SPD rudert zurück

BIELEFELD. Nach Protesten hat die SPD ihre Weigerung zurückgenommen, einen Platz im Bielefelder Ortsteil Quelle nach einem gefallenen Bundeswehrsoldaten zu benennen. „Uns war nicht bewußt, daß mit der Entscheidung der Bezirksvertretung aus dem Januar 2019 bei vielen Angehörigen von gefallenen und verletzten Soldaten so starke Erwartungen geweckt worden sind und daß wir mit unserer Entscheidung viele Gefühle verletzt haben“, schrieb die SPD Brackwede auf Facebook. „Dafür entschuldigen wir uns.“

Die Sozialdemokraten kündigten an, ihren früheren Beschluß zu überdenken und ihrer Fraktion zu empfehlen, für eine Benennung nach dem Gefallenen Martin Augustyniak zu stimmen. Der Hauptgefreite war am 2. April 2010 im Freitagsgefecht nahe des afghanischen Isa Khel im Kampf gefallen. Zwei weitere Bundeswehrsoldaten verloren in dem Gefecht ihr Leben.

Klingbeil: Gedenken gehört zur Bundeswehr

Die SPD erklärte, sie habe aus Sorge vor einem politischen Mißbrauch eine Umbenennung des Areals abgelehnt. Selbstverständlich erkenne sie „die Leistung aller Sodaten an“.

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil äußerte gegenüber der Bild-Zeitung: „Für mich gehört zum modernen Traditionsempfinden der Bundeswehr auch ein sichtbarer Umgang mit Gefallenen.“ Nachdem bekannt geworden war, daß die SPD in der Bezirksvertretung am 20. August gegen die Benennung gestimmt hatte, erntete die Partei empörte Reaktionen. (ag)

Soldat mit Grabkranz: Mit dem öffentlichen Gedenken an gefallene Bundeswehrsoldaten tut sich die SPD schwer (Symbolbild) Foto: picture alliance

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